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Maybach-Seminar November 2017 II

Das Maybach-Seminar ist eine öffentliche Veranstaltungsreihe an der DHBW Ravensburg Campus Friedrichshafen bei der jeweils in einem oder mehreren Vorträgen aktuelle Themen aus den Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften präsentiert und diskutiert werden. Zur Zielgruppe des Seminars gehören Mitarbeiter der regionalen Industrie, Angehörige der DHBW und anderer Hochschulen sowie auch Studierende in höheren Semestern. Die Veranstaltungsreihe wird aus Mitteln der Zeppelinstiftung und der Initiative #bodenseeinnovativ im Rahmen des „Innovationszentrums Fallenbrunnen“ gefördert und findet an jedem 2. Dienstag im Monat, außer im Sommerquartal (Juli-September), im Campus Fallenbrunnen statt.

 

14. November 2017, 18:00 Uhr

Das Licht, das Leben und die Liebe - Die Wissenschaft und ihre Geheimnisse

 

Als Physiker wie Albert Einstein zu Beginn des 20. Jahrhunderts versuchten, das Licht zu verstehen, trafen sie auf ein Geheimnis. Licht erwies sich als Welle und Teilchen zugleich, was nicht zusammenpasst, aber zusammengehört. Auch die Elektronen und damit die Materie zeigten diese doppelte Erscheinungsform, und so wurde das Geheimnis tiefer. Der große Niels Bohr meinte dann zu Beginn der 1930er Jahren, man müsse „Licht und Leben“ zusammensehen und das Leben wie das Licht verstehen. Der Vortrag wird vorstellen, welche Geheimnisse sich den Molekularbiologen und Genetikern dabei zeigen und zuletzt darauf eingehen, dass es zur Zeit der Romantik, also vor der neuzeitlichen Wissenschaft, schon ein Verständnis für die Liebe gab, die dasselbe Geheimnis offenbarte, das mit dem Licht und dem Leben verbunden ist und das alle Menschen kennen. Zur Liebe gehören zwei, und das Doppelte, so zeigt sich, ist das Einfache oder Einheitliche der Welt. Sie ist das „öffentliche Geheimnis“, wie es Goethe nennen würde und über das man damals wie heute staunen kann.

 

Referent: Prof. Dr. Ernst Peter Fischer, Wissenschaftshistoriker, Bestseller-Autor

Er studierte zunächst Mathematik und Physik in Köln und im Anschluss Biologie am California Institute of Technology in Pasadena, USA. Nach seiner Promotion 1977 erhielt er ein Habilitationsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft und übernahm 1987 eine Professur für Wissenschaftsgeschichte an der Universität Konstanz. Seit 2011 lehrt er an der Universität Heidelberg.

In seinen Vorträgen, Büchern und Artikeln wirbt Ernst Peter Fischer für sein zentrales Anliegen: Die Naturwissenschaften als Teil des alltäglichen Lebens und vor allem als unabdingbaren Bestandteil von Bildung zu begreifen. Denn noch, so kritisiert Fischer, gehören Naturwissenschaft und Bildung in Deutschland nicht unbedingt zusammen: „Mir sind jedenfalls viele Menschen bekannt, die sich als gebildet bezeichnen, die ins Theater gehen, nur klassische Musik hören, während sie zugleich gerne und bereitwillig zugeben, von den Naturwissenschaften nichts zu verstehen. Sie kennen Gedichte, aber keine Gesetze der Natur, und sie halten dies für keinen Mangel.“

Fischer zeigt nicht nur die rationale und logische Seite der Naturwissenschaften, sondern vor allem ihr kreatives Potential. Wie kaum einem anderen gelingt es ihm, ein auch für Fachfremde spannendes und verständliches Bild der Naturwissenschaften zu zeichnen.

 

Ort: DHBW Ravensburg, Campus Friedrichshafen, Fallenbrunnen 2, 88045 Friedrichshafen

 

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Um eine formlose Anmeldung bis zum 10. November 2017 per Mail an Katrin Willamowski, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, wird gebeten.