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Maybach-Seminar Oktober 2017 (2)

Das Maybach-Seminar ist eine öffentliche Veranstaltungsreihe an der DHBW Ravensburg Campus Friedrichshafen bei der jeweils in einem oder mehreren Vorträgen aktuelle Themen aus den Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften präsentiert und diskutiert werden. Zur Zielgruppe des Seminars gehören Mitarbeiter der regionalen Industrie, Angehörige der DHBW und anderer Hochschulen sowie auch Studierende in höheren Semestern. Die Veranstaltungsreihe wird aus Mitteln der Zeppelinstiftung und der Initiative #bodenseeinnovativ im Rahmen des „Innovationszentrums Fallenbrunnen“ gefördert und findet an jedem 2. Dienstag im Monat, außer im Sommerquartal (Juli-September), im Campus Fallenbrunnen statt.

 

24. Oktober 2017, 18:00 Uhr

Es wird voraussichtlich ein neuer Termin vereinbart.

Luftfahrtgeschichte in Friedrichshafen und am Bodensee – mit strategischem Ausblick

Der Vortrag behandelt an ausgewählten Beispielen die Entwicklung der Luftfahrttechnik in Friedrichshafen und der Bodenseeregion angefangen von Graf Zeppelin, Theodor Kober und Claude Dornier über berühmte Flugzeuge wie den Dornier Wal und die Do X bis hin zum heutigen Satellitenbau.

Weniger in der Öffentlichkeit, aber zum Teil auch in Fachkreisen kaum bekannt sind die neuen Erkenntnisse und Technologien, die bei der Lösung der dabei anstehenden Herausforderungen anfielen und auf anderen Gebieten als der Luft- und Raumfahrt Furore machten. Typisches Beispiel ist hier der „Nierensteinzertrümmerer“ von Dornier in der Medizintechnik, der heute weltweit verbreitet ist und wie so vieles dem Menschen unmittelbar dient. Aber auch ganze Systeme wie die Leitzentralen von Feuerwehr und Rettungsdiensten können ihren Ursprung in der Luftfahrtentwicklung und -forschung unserer Region nicht verleugnen.

Bei näherer Betrachtung der Aufgaben und Lösungen von Luft-, später auch Raumfahrt seit den Anfängen mit den Luftschiffen des Grafen Zeppelin zeigt sich immer wieder ein besonderer Bezug zum Menschen und seiner Umwelt, der sich häufig im Einsatz der Flugzeuge und Satelliten vom Bodensee manifestiert. Aktiver globaler Umwelt- und Zivilschutz, im besonderen Maße auch der Meere, hat somit engste Verbindung zur Technologieregion Bodensee mit ihren Ursprüngen in der Luftfahrtentwicklung dieser Region.

Der Referent zeigt diese Verbindung anhand plakativer Beispiele wie der Weg vom Hochauftriebsflugzeug zum Senkrechtstarter, der Nutzung des Bodeneffekts oder vom anfänglichen Holzflugzeugbau zum CFK-Druckdom in Airbus-Flugzeugen, aber auch von der Notwendigkeit der ganzheitlichen Lösung über die Führung von Rettungs- und Löschflugzeugen bis hin zu vernetzten Einsatzleitzentralen. Am Ende stellt er die Frage nach Ausbildungs- und letztlich Forschungseinrichtungen, die nicht nur den Umfang und Wert der hier verborgenen Erkenntnisse, Erfahrungen und Fähigkeiten erkennen und pflegen, sondern vor allem in Form von Synergie-Effekten weiterentwickeln und nutzen können.

Referent: Prof. Elmar Wilczek

Prof. Wilczek zählt heute weltweit zu den wenigen Experten im Seeflugwesen. Bis 1994 war er im Entwicklungsbereich von Dornier Luftfahrt u.a. als Projektleiter der europäischen Raumfähre Hermes und eines nationalen Über-/ Hyperschalltransportflugzeugs, vor allem aber als Programmleiter Seeflugwesen und Leiter des europäischen EUREKA-Hochtechnologieprojektes Advanced Amphibious Aircraft AAA für Waldbrandbekämpfung sowie maritimen Zivil- und Umweltschutz tätig. Heute berät er namhafte Firmen und Behörden im In- und Ausland. Neben verschiedenen Lehraufträgen wirkte er auch am Aufbau der Fachrichtung Luft- und Raumfahrttechnik der DHBW Ravensburg (Campus Friedrichshafen) mit.
Prof. Wilczek ist in nationalen und internationalen Organisationen und Verbänden der Luftfahrt, des Wasserfliegens und der Marineflieger aktiv. Sein Fachwissen vermittelt er Fachkreisen sowie der Öffentlichkeit durch Vorträge und Publikationen.

 

Ort: DHBW Ravensburg, Campus Friedrichshafen, Fallenbrunnen 2, 88045 Friedrichshafen

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Um eine formlose Anmeldung bis zum 20. Oktober 2017 per Mail an Katrin Willamowski, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, wird gebeten.