EMV-Tag

EMV-Tag 2017

Bitte nicht stören: Damit Elektrogeräte tadellos funktionieren

Seminar zum Thema EMV Verhalten und Befilterung am 05.04.2017 in Friedrichshafen

Der 4. EMV-Tag im Fallenbrunnen

EMV Tag2017           

 

Die Firma Würth Elektronik und das Weiterbildungsinstitut IWT der DHBW Ravensburg hatten an den Technikcampus Friedrichshafen der Dualen Hochschule Baden-Württemberg zu einer EMV-Tagung geladen. Rund 60 Techniker und Ingenieure verschiedener Firmen der Region informierten sich einen Tag lang über das Thema elektromagnetische Verträglichkeit. (EMV)

Die Resonanz auf die Tagung, organisiert vom Institut für Weiterbildung, Wissens- und Technologietransfer (IWT), zeigt, welch hohen Stellenwert das Thema bei den Technikfirmen hat. Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) befasst sich mit der Untersuchung elektrischer Geräte hinsichtlich ihrer späteren Einsatzfähigkeit auf dem freien Markt und im realen Gebrauch.

Mit rund 6000 Mitarbeitern ist Würth Elektronik einer der Etablierten der Elektronikbranche. Geschäftsfelder wie Leiterplatten, Intelligente Systeme sowie elektronische und elektromechanische Bauelemente gehören zu den Geschäftsfeldern. Bei der Tagung an der DHBW Ravensburg vermittelten Andreas Nadler und Steffen Wolf von Würth Elektronik die Grundlagen der EMV. Markus Dürr von Rohde & Schwarz ging auf die EMV Fehleranalyse ein. Ihre Zuhörer waren rund 60 Techniker und Ingenieure. Sie kamen etwa von Firmen wie ifm efector gmbh aus Tettnang, Liebherr Elektronik GmbH aus Lindau, J. Wagner GmbH aus Markdorf oder ACD Elektronik GmbH aus Achstetten.

Die DHBW Ravensburg stellte bei der Tagung auch das EMV-Labor der DHBW am Campus Friedrichshafen vor. Im EMV-Labor der DHBW Ravensburg können elektrische oder elektronische Geräte und Systeme auf ihre elektromagnetische Verträglichkeit hin überprüft werden. Ziel ist es, dass die Geräte einander nicht störend beeinflussen. Die Prüflinge werden mit Störeinwirkungen, wie sie in der Realität vorkommen, auf Störfestigkeit getestet. Zudem kann auch ihre eigene Ausstrahlung untersucht werden. Ein elektrisches oder elektronisches Gerät kann erst nach allen gesetzlich vorgegebenen Überprüfungen als elektromagnetisch verträglich eingestuft werden. Die DHBW Ravensburg bietet Unternehmen, über das IWT, die Möglichkeit von entwicklungsbegleitenden EMV-Tests in dem Labor an. Neben dem EMV-Labor durften die Teilnehmer auch weitere Labore der DHBW Ravensburg kennenlernen. So konnten die Teilnehmer im fliegenden Hörsaal, dem Helikoptersimulator, einen Rundflug starten, um dies zu ermöglichen wurde ein ausgemusterter Hubschrauber des Typs BO 105 von Studierenden zum Flugsimulator umgebaut, eine Projektionsfläche ermöglicht mittels ihrer Krümmung und sechs Beamern eine Rundumsicht von 180 Grad. Auch die Besichtigung der Solarforschungsanlage mit 62 Solarmodulen von acht verschiedenen Herstellern aus vier verschiedenen Ländern stand auf dem Programm ebenso wie ein kurzer Einblick in das PIV- und Laserlabor der DHBW Ravensburg, hier werden unter anderem komplexe Strömungsfelder in Gasen und Flüssigkeiten mit hoher räumlicher und zeitlicher Auflösung untersucht.

 

Eine Veranstaltung im Rahmen des Projekts #bodenseeinnovativ

Da #bi eine Förderinitiative der EU und des Landes ist, ist die Teilnahme an allen unseren #bi Veranstaltungen für Sie kostenlos. Um das Angebot laufend für Sie zu verbessern und langfristig die erfolgreiche Weiterführung der Aktivitäten über den Förderzeitraum hinaus zu gewährleisten, unterliegen wir strengen Evaluationsauflagen. Der Auftrag für die empirisch-wissenschaftliche Evaluation wurde extern an Prof. Reinhard Prügl und Dr. Susanne Beck vom Friedrichshafener Institut für Familienunternehmen (FIF) an der Zeppelin Universität vergeben. 

 

 

 

EMV-Tag 2016: 5. bzw. 6. April 2016

Der dritte EMV-Tag im Fallenbrunnen fand unter dem Motto "Bitte nicht stören" statt.


Am 5. und 6. April  fand an der Dualen Hochschule Ravensburg auf dem Technikercampus in Friedrichshafen der dritte EMV-Tag statt. Die DHBW lud gemeinsam mit dem Institut für Weiterbildung, Wissens- und Technologietransfer (IWT) und der Firma Würth Elektronik eiSos GmbH & Co. KG zu diesem Fachsymposium rund um das Thema Elektromagnetische Verträglichkeit ein. Ca. insgesamt 45 wissbegierige Ingenieure und Techniker aus der Region nahmen an der Veranstaltung teil.

 

 

EMV-Tag 2014: 9. Juli 2014

Störungsfreie Kommunikation -  Tagung zur Elektromagentischen Verträglichkeit

Am 9. Juli fand an der Dualen Hochschule Ravensburg auf dem Technikercampus in Friedrichshafen der zweite EMV-Tag statt. Die DHBW lud gemeinsam mit dem Institut für Weiterbildung, Wissens- und Technologietransfer (IWT) und der Firma Würth Elektronik eiSos GmbH & Co. KG zu diesem Fachsymposium rund um das Thema Elektromagnetische Verträglichkeit ein. Ca. 70 wissbegierige Ingenieure und Techniker aus der Region nahmen an der Veranstaltung teil.

Die Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) kennzeichnet den gewünschten Zustand, dass sich technische Geräte nicht wechselseitig durch ungewollte elektrische oder elektronische Effekte stören. In einem Übersichtsvortrag zu diesem komplexen Thema erklärte Markus Schubert, Vertriebsingenieur bei Würth Elektronik, zuerst die geschichtlichen Zusammenhänge. 1892 wurde das Phänomen der Störungen zum ersten Mal behandelt. In diesem Jahr verabschiedete der Deutsche Reichstag das „Gesetz über das Telegraphenwesen des Deutschen Reiches“. Dies war das erste Gesetz weltweit, das sich mit der Auswirkung von elektromagnetischen Störungen auf Geräte und Installationen des Telegraphenwesens befasste und die Vorgehensweise beim Auftreten solcher Störungen regelte. 1926 wurden durch die Erfindung des Volksempfängers zudem Störungen zwischen unabhängigen, fremden Systemen entdeckt. Daraufhin folgte die erste Vorschrift bezüglich der Entstörung technischer Geräte, die „Verordnung zum Schutze des Funkverkehrs“. Derzeit werden die aktuellen EMV-Gesetze überarbeitet und laut Markus Schubert ist mit einer „Verschärfung der Grenzwerte“ zu rechnen.  Im weiteren Verlauf seines theoretischen Vortrags erläuterte er die physikalischen Gegebenheiten und bezog das interessierte Publikum mit vielen praxisbezogenen Beispielen und Fragen mit ein.

Thomas Robok, FAE-Verantwortlicher im Bereich Elektromechanik bei Würth Elektronik, bot im zweiten Vortrag „Kontakte und Kontaktoberflächen“ einen Überblick über die verschiedenen Werkstoffe und die richtige Materialverwendung bei der Beschichtung von Kontakten.  Uwe Weigele vom Ingenieurbüro Weigele aus Messkirch gab in seinem Vortrag „EMV Designtipps“ wichtige Hinweise zur korrekten Bauweise von Geräten, um elektromagnetische Störungen zu vermeiden. Diese Tipps, die er während seiner langjährigen Tätigkeit in der Luftfahrt gesammelt hat, sollen den Entwicklern und Ingenieuren helfen, die gesetzlich vorgeschriebenen EMV-Prüfungen erfolgreich zu bestehen.  EMV-Prüfungen für den Hausgebrauch stellte Richard Boger von der boger electronics GmbH aus Aulendorf vor. Er hat ein Gerät entwickelt, mit dem man EMV-Prüfungen selbst durchführen kann, um die Elektromagnetische Verträglichkeit entwicklungsbegleitend zu messen, um somit für die anschließende gesetzliche Prüfung gerüstet zu sein.

Prof. Karl Trottler präsentierte als Highlight des Tages das EMV-Labor des Studiengangs Luft- und Raumfahrttechnik. Zur Prüfung elektrischer oder elektronischer Geräte bzw. Systeme werden im EMV-Labor zahlreiche Tests durchgeführt. Die Prüflinge werden entweder mit Störeinwirkungen, wie sie in der Realität vorkommen, auf Störfestigkeit geprüft oder auf deren eigene Ausstrahlung hin untersucht.

Ein elektrisches bzw. elektronisches Gerät kann erst nach erfolgreichem Bestehen aller gesetzlich vorgegebenen Prüfungen als elektromagnetisch verträglich eingestuft werden und den nächsten Schritt in Richtung Marktreife gehen. Die Duale Hochschule Ravensburg bietet Unternehmen entwicklungsbegleitenden EMV-Tests an. Somit ist die abschließende Prüfung in einem akkreditierten EMV-Labor dank der vorher durchgeführten Tests reine Formsache.

FLYER
Hier finden Sie die Präsentationen:

1_Vorstellung Campus FN allgemein, Prof. Freitag

2_Vorstellung Studiengänge, Prof. Trottler

3_Grundlagen EMV und Filterschaltungen 2014, Hr. Schubert

4_Kontakte & Oberflächen, Hr. Robok

5_EMV Designtipps, Herr Weigele

6_EMV Alternative Messmethoden Juli 2014, Hr. Boger

7_EMV_Laborvorstellung, Prof. Trottler

Eindrücke EMV-Tag

 

 

EMV-Tag 2013: 25. April 2013

Die Firma Würth Elektronik und die DHBW Ravensburg hatten an den Technikcampus Friedrichshafen der Dualen Hochschule zu einer EMV-Tagung geladen. Knapp 100 Techniker und Ingenieure verschiedener Firmen der Region informierten sich einen Tag lang über das Thema elektromagnetische Verträglichkeit.

Die Resonanz auf die Tagung, welche vom Institut für Weiterbildung, Wissens- und Technologietransfer (IWT) organisiert wurde, zeigt, welch hohen Stellenwert das Thema bei den Technikfirmen hat. Elektromagnetische Verträglichkeit –kurz EMV– befasst sich mit der Untersuchung elektrischer Geräte hinsichtlich deren späterer Einsatzfähigkeit auf dem freien Markt / im realen Gebrauch. So werden serienreife Produkte beispielsweise mit ESD-Impulsen beschossen und elektromagnetischen Wellen bestrahlt.

Mit rund 6000 Mitarbeitern ist Würth Elektronik einer der Etablierten der Elektronikbranche. Geschäftsfelder wie Leiterplatten, Intelligente Systeme sowie elektronische und elektromechanische Bauelemente gehören zu den Geschäftsfeldern. Bei der Tagung an der Dualen Hochschule vermittelte Markus Schubert von Würth Elektronik die Grundlagen der EMV. Seine Zuhörer waren knapp 100 Techniker und Ingenieure. Vertreter von Firmen wie Wenglor aus Tettnang waren genauso gekommen wie von RAFI aus Ravensburg, von Liebherr oder Handtmann.  

Mark Reinhard, Laboringenieur an der Dualen Hochschule, stellte bei der Tagung das EMV-Labor der DHBW am Campus Friedrichshafen vor. Ein echtes Schmuckstück für eine Hochschule. Das Labor steht nicht nur den Studenten für ihre Versuche und Studienarbeiten zur Verfügung. Auch Firmen können es nutzen, um elektronische Geräte und Komponenten überprüfen zu lassen. Interesse daran zeigten zum Beispiel die Tagungsteilnehmer Daniel Holzmann und Joachim Rösch von SysDesign aus Kressbronn. „Bei uns ist die elektromagnetische Verträglichkeit immer wieder ein Thema. Da wäre es schon denkbar, die eine oder andere Vorprüfung mal in dem Labor der Dualen Hochschule machen zu lassen“, so Rösch.