Rückblick Maybach-Seminare

 

 
Maybach-Seminar 04.07.17 Gravitationswellen und die Raumflug-Mission "LISA Technology Package"

Dr. Rüdiger Gerndt (Airbus DS GmbH) sprach über Gravitation und Gravitationswellen sowie die Raumflug Mission "LISA Technology Package"

     

Gravitationswellen sind ein Phänomen, das mittels der Gravitationstheorie Albert Einsteins, der Allgemeinen Relativitätstheorie, von ihm schon 1916 vorhergesagt wurde. Einstein stufte jedoch die Effekte der Gravitations­wellen wegen ihrer äußerst geringen Größe als unmessbar ein, womit er zunächst Recht behielt.

 

Im Februar 2016 gab jedoch die Forschergruppe am erdgebundenen Gravitationswellen-Observatorium LIGO die erste direkte Vermessung von Gravitationswellen bekannt. Im Juni 2016 folgte eine Gruppe Wissenschaftler mit der Veröffentlichung, dass mit einem in einem Orbit um die Sonne stationierten Erprobungsmodell eines weltraumgestützten Observatoriums, dem „LISA Technology Package“, unerwartet gute Ergebnisse erzielt wurden. Die wissenschaftlichen Messdaten bewiesen nicht nur die Möglichkeit des Baus eines Gravitationswellen-Observatoriums im Weltraum. Sie zeigten darüber hinaus auch, dass die nötige Messgenauigkeit eines solchen Observatoriums bereits mit dem Erprobungs-Instrument teilweise deutlich übertroffen werden konnte. Weltraumbasierte Observatorien ergänzen Anlagen auf der Erde und sind diesen bezüglich Messgenauigkeit und Spektralbereichs der Gravitationswellen überlegen. Die damit mögliche Vermessung der Gravitationswellen wird ein völlig neues Fenster zur Beobachtung des Universums öffnen, und das Universum kann dann sogar zurück bis zu dessen Entstehung beobachtet werden. Der Start des LISA-Observatoriums ist zwischen 2028 und 2034 geplant, und mit den Arbeiten dazu wird noch 2016 begonnen werden.

Das „LISA Technology Package“ wurde von Airbus Defence and Space in Friedrichshafen als Hauptauftragnehmer entwickelt, gebaut und getestet. Dr. Rüdiger Gerndt, der dieses multinationale Projekt als technischer Leiter und als Projektleiter seit Jahren betreut, erläutert in seiner Präsentation anschaulich Natur und Bedeutung der Gravitationswellen und die extremen technischen Voraussetzungen, deren Realisierung heute die direkte Vermessung von Gravitationswellen möglich macht.

Veranstalter ist das Weiterbildungsinstitut IWT der DHBW Ravensburg. Das Maybach Seminar ist eine öffentliche Veranstaltungsreihe an der DHBW Ravensburg am Campus Friedrichshafen, dabei werden aktuelle Themen aus den Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften präsentiert und diskutiert. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenlos.

weitere Informationen: LISA_Technology_Package

                                 P H Y S I C A L R E V I E W L E T T E R S                                 

https://www.elisascience.org/

http://www.aei.mpg.de/177499/04_Laser_Interferometry_and_Gravitational_Wave_Astronomy

http://www.cosmos.esa.int/web/lisa-pathfinder

 

 

 

 

Maybach-Seminar 13.06.17 "Risikomanagement in der Lieferkette - Verpflichtung oder Wettbewerbsvorteil?"

Dipl. Wirt.-Ing. (FH) Michael Mayer nahm den Begriff Risikomanagement unter die Lupe und deckte mögliche Chancen auf

Maybach Juni17 Lieferkette 4  

Die zunehmenden Unsicherheiten auf dem Weltmarkt getrieben durch volatile Märkte, geopolitische Veränderungen oder Naturphänomene und die steigenden Forderungen seitens der Kunden nach effizienteren, schlankeren Prozessen zwingen immer mehr Unternehmen, sich aufgrund dieser Unwägbarkeiten mit dem Thema Risikomanagement in der Lieferkette auseinander zu setzen um Sicherheit und Kontinuität der Materialversorgung des eigenen Unternehmens zu garantieren. Dies geschieht unabhängig von der Unternehmensgröße, wobei das Thema Risikomanagement in der Lieferkette bei großen Unternehmen, oftmals getrieben durch die Kunden, bereits ein fester Bestandteil auf deren strategischer Agenda ist.
Ob Risikomanagement lediglich eine Verpflichtung für die Unternehmen darstellt oder ob für die Unternehmen daraus ein Wettbewerbsvorteil erwachsen kann, stellte Herr Mayer dar und gab Einblick in seine jahrelange Erfahrung.

Veranstalter ist das Weiterbildungsinstitut IWT der DHBW Ravensburg. Das Maybach Seminar ist eine öffentliche Veranstaltungsreihe an der DHBW Ravensburg am Campus Friedrichshafen, dabei werden aktuelle Themen aus den Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften präsentiert und diskutiert. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenlos.

Vortrag Dipl. Wirt.-Ing. (FH) Michael Mayer

Maybach-Seminar 09.05.17 "Autonomes Fahren vor dem Hintergrund der Funktions- und IT Sicherheit. Safety + Security"

Informativ, spannend und aktuell - Dipl.-Ing. (FH) Michael Diefenbach gab Einblicke in die Zukunft des sicheren autonomen Fahrens

   

Für viele Mitfahrer ist es kein leichtes Unterfangen, anderen Fahrern zu vertrauen. Aber die Kontrolle der eigenen „Fahrgastzelle“ komplett an ein technisches System zu übertragen, ist für die meisten Autofahrer heute noch undenkbar. Zurecht! Zwar sind Ingenieure heute schon in der Lage Systeme zu entwickeln, welche sich vollautonom auf unseren Straßen bewegen. Doch noch lange nicht können alle Funktionen, die eine vollautonome Fahrgastzelle benötigt, so entwickelt werden, dass es zu keinen Fehlfunktionen oder gar Manipulationen kommen kann. Wie die Funktionale Sicherheit gemeinsam mit der IT Sicherheit zu einer sicheren Fahrgastzelle beitragen, stellte Herr Diefenbach in seinem Vortrag umfangreich dar.

Veranstalter ist das Weiterbildungsinstitut IWT der DHBW Ravensburg. Das Maybach Seminar ist eine öffentliche Veranstaltungsreihe an der DHBW Ravensburg am Campus Friedrichshafen, dabei werden aktuelle Themen aus den Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften präsentiert und diskutiert. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenlos.

Vortrag Dipl.-Ing. (FH) Michael Diefenbach

 

 

Maybach-Seminar 11.04.17 "Zehn Wahrheiten über die Lüge"

Gespannt lauschten die rund 45 Besucher den Offenbarungen von Heiko Stein über "das soziale Schmiermittel Lüge" und diskutierten im Anschluss angeregt.

Maybach Heiko Stein Rckblick

Wahrheit oder Lüge? Warum lügen wir und was geht dabei in uns vor? Ist Lügen schwer oder einfach? Tut Kindermund wirklich (nur) Wahrheit kund? Warum lügen manche Menschen erfolgreicher als andere? Sind Halbwahrheiten die "besseren" Lügen? Gibt es Signale, an denen ich erkenne, wenn jemand lügt?
Nach den "Sieben Sünden der Verhandlungsführung" nimmt Referent Heiko Stein das Publikum in seinem zweiten Maybach-Seminar mit in die Welt von Lug und Trug. Er vermittelt Wissenswertes rund um die Lüge und klärt dabei über den einen oder anderen Lügen-Mythos auf. Sie erhalten Impulse, manch schönen Schein kritisch zu betrachten und das Sein dahinter zu erkennen. Zu versprechen, dass Sie nach dem Seminar jede Schwindelei entlarven, wäre allerdings glatt gelogen …

Veranstalter ist das Weiterbildungsinstitut IWT der DHBW Ravensburg. Das Maybach Seminar ist eine öffentliche Veranstaltungsreihe an der DHBW Ravensburg am Campus Friedrichshafen, dabei werden aktuelle Themen aus den Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften präsentiert und diskutiert. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenlos.

Vortrag Heiko Stein

 
Maybach-Seminar 14.03.17 "Rechtlicher Schutz von Software"

Patentanwalt Dr.-Ing. Franz Stadler, LL.M. gab beim Maybach Seminar einen Einblick in die Möglichkeiten durch Urheber- und Patentrechte Software zu schützen.

Der Schutz von softwarebasierten Innovationen ist ein wichtiges Instrument, um die Kosten eigener Entwicklungen durch den exklusiven Verkauf des Softwareproduktes am Markt erlösen zu können und eigene Alleinstellungsmerkmale zu monopolisieren. Aus diesem Grund wurden in dem Vortrag die wichtigsten rechtlichen Schutzmöglichkeiten erläutert, nämlich das Patent-, Urheber-, Marken-, Design- und Wettbewerbsrecht. Im Patentrecht wurde beispielsweise das Erfordernis der Technizität erläutert und die dynamische Entwicklung der Rechtsprechung in Deutschland, Europa, USA sowie ergänzend in Japan und China dargestellt. Ferner wurden mögliche Anspruchskategorien erklärt und die patentrechtliche Entscheidungspraxis für einige technischen Bereiche, beispielsweise interner Betrieb des Computersystems, User Interface, Automotive, Fehlerdiagnose, Medizintechnik, Bildverarbeitung, E-Commerce, Multimedia, Sicherheitstechnik, Spiele und Simulation, erörtert. Im Urheberrecht wurden beispielsweise der Schutzgegenstand, der territoriale Bereich des Schutzes, die Schutzvoraussetzungen und die Rechtsinhaberschaft problematisiert. Abschließend wurden auch Rechtsverletzungen, insbesondere zum Patent- und Urheberrecht, erklärt.

Veranstalter ist das Weiterbildungsinstitut IWT der DHBW Ravensburg. Das Maybach Seminar ist eine öffentliche Veranstaltungsreihe an der DHBW Ravensburg am Campus Friedrichshafen, dabei werden aktuelle Themen aus den Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften präsentiert und diskutiert. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenlos.

Vortrag Dr.-Ing. Franz Stadler

 
Maybach-Seminar 17.01.17 "Otto/Diesel und CO2/NOx - was nun?"

Prof. Dr.-Ing. Martin Freitag, Chef des Technikcampus Friedrichshafen der DHBW Ravensburg, blickte beim Maybach Seminar in die Glaskugel und machte sich Gedanken über die Zukunft der Mobilität – Verbrenner, Otto- oder Dieselmotor, elektrisch… Rund 120 Gäste hörten zu und sorgten am Ende für eine rege Diskussion.

„Seit wir in der Steinzeit ums Lagerfeuer saßen sind wir nicht viel weiter gekommen, noch immer gewinnen wir Energie aus der Verbrennung“, meinte Freitag. Um gleich seine Prognose anzuschließen: „Das wird meiner Ansicht nach auch noch eine ganze Weile weiter der Fall sein.“

Nicht wenige haben auch angesichts des Diesel-Abgasskandals das Ende der Ära Diesel oder gar Verbrennerfahrzeug eingeläutet. Keine Frage: Das Öl ist endlich und die Abgase lassen sich zwar immer noch optimieren, „da sind wir aber in einem Entwicklungsstadium, bei dem das nur noch mit hohem Aufwand geht“, so Freitag. Aber was ist die Alternative? „Und da haben wir ein echtes Problem.“ Elektrofahrzeuge sind es seiner Ansicht nach nur bedingt, „die Batterien sind zu groß und zu schwer“. Ein Lastwagen müsste eine Batterie von sechs Tonnen an Bord haben, um überhaupt vom Fleck zu kommen. „Und dass sich die Batterien wesentlich weiter entwickeln, da mache ich mir auch keine große Hoffnungen, einen großen Quantensprung erwarte ich da nicht“, meint der Maschinenbauingenieur. Er prognostiziert „mehrere nebeneinander existierende Lösungen“ – vom Elektroauto vor allem in der Stadt und für kleinere Fahrzeuge, große Fahrzeuge werden seiner Meinung nach aber noch eine ganze Weile mit Verbrennermotor gebaut.

Die Zuhörer diskutierten an der DHBW im Fallenbrunnen ausgiebig darüber. Was ist mit Hybrid? „Hat nicht gezündet“, so Freitag. Oder mit Treibstoff aus alternativen und nachwachsenden Rohstoffen? „Auch da bleibt das Problem der Abgase bei der Verbrennung.“ Ein Königsweg scheint noch nicht gefunden, das Thema wird die Ingenieure also noch weiter heiß beschäftigen.

Veranstalter das Weiterbildungsinstitut IWT der DHBW Ravensburg. Das Maybach Seminar ist eine öffentliche Veranstaltungsreihe an der DHBW Ravensburg am Campus Friedrichshafen, dabei werden aktuelle Themen aus den Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften präsentiert und diskutiert. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenlos.

Vortrag Prof. Dr. Freitag

 
Maybach-Seminar 15.11.16 "Six Sigma und KMU"

Rund 35 Besucher waren zum Maybach Seminar an den Technikcampus Friedrichshafen der DHBW Ravensburg gekommen. Organisiert wird die Veranstaltungsreihe vom Weiterbildungsinstitut IWT der DHBW Ravensburg.

Six Sigma ist eine Projektmanagementmethodik, um systematisch Fehler zu reduzieren, die Leistungsfähigkeit zu steigern und dabei gleichzeitig eine hohe Wirtschaftlichkeit zu erreichen. Prof. Dr.-Ing. Dietmüller hat die Thematik an diesem Abend einführend vorgestellt. Folgende Themen wurden behandelt: Six Sigma - wieso?, DMAIC-Projektphasen, Rollen und Organisation, Einführung von Six Sigma, Besonderheit KMU

Vortrag Prof. Dr. Dietmüller

 
Maybach-Seminar 11.10.16 "Führen in der VUKA-Welt - Navigieren, wenn das Fahrwasser mehrdeutig, komplex und unsicher ist"

Rund 30 Besucher waren zum Maybach Seminar an den Technikcampus Friedrichshafen der DHBW Ravensburg gekommen. Organisiert wird die Veranstaltungsreihe vom Weiterbildungsinstitut IWT der DHBW Ravensburg.

Kurzthese: Wir leben in der VUKA-Welt: Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität (Mehrdeutigkeit) prägen unseren Alltag. Wir brauchen handfeste Methoden, um aus der „Problem-Hypnose“ herauszukommen und mutig neue Experimente zu starten.

Beschreibung: Die VUKA-Welt muss uns keine Angst machen: Sie bietet jede Menge Chancen und wir können handlungsfähig bleiben, wenn wir uns auf Spielräume fokussieren. Wie geht das? Eine Reihe von Methoden und Tools helfen uns, durch die VUKA-Welt zu navigieren und dabei sogar Spaß zu haben. VUKA kann ja genauso gut für verwerfen, umdeuten, kreieren und anfeuern stehen. Die Frage ist, ob wir den Fokus auf die Probleme richten oder aktiv nach Lösungen für den Umbruch suchen. Wer enthusiastisch und flexibel bleibt, kann die VUKA-Welt für sich gestalten. Deshalb hat Frau Buhl in ihrem Vortrag dazu ermutigt, sich selbst zu führen, um widerstandsfähig und belastbar zu werden.

Vortrag Petra-Alexandra Buhl

 
Maybach-Seminar 13.09.16 "emma- Elektromobiles Carsharing im Bodenseekreis und Friedrichshafen - ein Erfahrungsbericht"

Vier Jahre hat das Verkehrsministerium das Elektromobilitätsprojekt emma – emobil mit Anschluss in der Stadt Friedrichshafen und dem Bodenseekreis gefördert. Entstanden sind eine kreisweite Infrastruktur mit 40 Ladesäulen und verschiedene Mobilitätsangebote, bei denen das elektromobile Carsharing im Fokus stand. Am 30. Juni diesen Jahres endete das Projekt, das die DHBW Ravensburg wissenschaftlich begleitete. In seiner Präsentation hat Projektleiter Horst Geisselbrecht über die Erfahrungen und Ergebnisse berichtet, die das Forschungsteam während der Projektlaufzeit sammeln konnte und hat einen Ausblick gegeben, wie die verschiedenen Angebote auch nach Projektende weiterbetrieben und –entwickelt werden konnten.

Vortrag Horst Geisselbrecht

 
Maybach-Seminar 5.07.16 "Die ROSETTA-Mission schreibt Raumfahrtgeschichte"

Rund 45 Besucher waren zum Maybach Seminar an den Technikcampus Friedrichshafen der DHBW Ravensburg gekommen. Organisiert wird die Veranstaltungsreihe vom Weiterbildungsinstitut IWT der DHBW Ravensburg.

1997 hat die Europäische Raumfahrtagentur ESA die Firma Dornier System (später Astrium, heute Airbus DS GmbH) beauftragt, eine Weltraumsonde namens „Rosetta“ zu entwerfen, konstruieren und zu bauen, der es möglich ist, Messungen mit 11 wissenschaftlichen Instrumenten direkt am Kern  eines Kometen durchzuführen. Nach 7 Jahren Bau und intensiven System-Tests, war die Weltraumsonde Rosetta bereit für das Abenteuer. Nach über zehn Jahren Flug durchs All hat unsere Sonde ihr Ziel, den Kometen 67P-Tschurjumow-Gerassimenko, erreicht. Im November 2014 setzte Rosetta schließlich ein Minilabor namens Philae auf dem Kometen erfolgreich ab.

Herr Lautenschläger hat das Publikum mit eindrucksvollen Bildern auf die abenteuerliche Reise zum Kometen 67P mitgenommen und erklärte anschaulich und begeisternd die extremen Herausforderungen, die Rosetta auf ihrer 10jährigen Reise gemeistert hat.

Das Ziel der Rosetta-Mission war und ist die Untersuchung der Beschaffenheit des Kometen 67P nicht nur mit Fotoaufnahmen in unterschiedlichen Wellenlängen, sondern auch chemisch, physikalisch und mineralogisch. Um schließlich ein besseres Verständnis der Entstehung unseres Sonnensystems, unserer Erde und vielleicht sogar der Entstehung unseres Lebens zu bekommen.

Die komplette Inhaltsbeschreibung finden Sie hier.

Vortrag Gunther Lautenschläger

 

 
Maybach-Seminar 14.06.16 "Die 7 Sünden der Verhandlungsführung"

Rund 100 Besucher waren zum Maybach Seminar an den Technikcampus Friedrichshafen der DHBW Ravensburg gekommen. Organisiert wird die Veranstaltungsreihe vom Weiterbildungsinstitut IWT der DHBW Ravensburg.

„Denken sie lieber in Optionen“ - Ob geschäftlich oder privat: Verhandeln muss jeder. Mit rund 100 Zuhörern war das Maybach Seminar am Campus Friedrichshafen der Dualen Hochschule Ravensburg daher auch bestens besucht. Referent war Heiko Stein, Personalentwickler im Bereich Vertrieb, sein Thema: „Die sieben Sünden der Verhandlungsführung“.

Klug zu verhandeln, das kann man lernen und üben, findet Heiko Stein. Er macht sieben Sünden aus, die so manche Verhandlungsführung zum Scheitern verurteilen. Perfektionismus zum Beispiel. Wer vor der Verhandlung bereits den ausgeklügelten Plan über den Verlauf sowie das exakte Ergebnis hat, kommt oft nicht ans Ziel. „Denken sie lieber in Optionen, in was-wäre-wenn“, rät der Personalentwickler. Eine weitere Sünde: die Rechthaberei. Heiko Stein rät, das Wörtchen „aber“ nur dezent zu verwenden und lieber gut zuzuhören. Ein Rat, der nicht nur geschäftliche Verhandlungen erleichtert, sondern sicher auch so mancher Beziehung gut tue.

Den Auftakt des Vortrags machte die praktische Demonstration einer Verhandlungssünde. Das Publikum wurde zum Armdrücken aufgefordert und förderte dabei gleich verschiedene Strategien zutage. Ließen sich die einen etwa den Sieg nicht nehmen, handelten andere ein friedliches Unentschieden aus. Was Stein demonstrieren wollte: Egoismus ist oftmals Gift für Verhandlungen. Die weiteren Sünden sind seiner Ansicht nach Ziellosigkeit, Reaktivität, Inkonsequenz und Dominanz.

Ganz praktisch wurde es dann in der Fragerunde. Es ging um die anstehende Gehaltsverhandlung, die Verhandlung bei schlechter Ausgangslage oder mit besonders unnachgiebigen Verhandlungspartnern.

Vortrag Hr. Heiko Stein

 
Maybach-Seminar 10.05.16 "Markenorientierte Unternehmensausrichtung"

Rund 25 Besucher waren zum Maybach Seminar an den Technikcampus Friedrichshafen der DHBW Ravensburg gekommen. Organisiert wird die Veranstaltungsreihe vom Weiterbildungsinstitut IWT der DHBW Ravensburg.

Nicht nur bekannte Unternehmen wie Automobil- oder Konsumgüterhersteller brauchen eine starke Marke. Auch sogenannte B2B-Unternehmen profitieren von einer starken Markenpersönlichkeit, nicht zuletzt bei der Suche nach qualifizierten Arbeitskräften. Für Herrn Lenz bilden die Marke und deren Kommunikation, eine passende Führung sowie Unternehmenskultur eine Einheit. Zudem spielt für ihn die interne Kommunikation (Mitarbeiter) der Marke mindestens eine ebenso große Rolle, wie die der externen Seite (Kunden). Für ihn geht es darum die Strategie des Unternehmens in dessen Marke zu übersetzen.

Vortrag Hr. Matthias Lenz

 
Maybach-Seminar 12.04.16 "Das perfekte Service-Erlebnis"

Rund 20 Besucher waren zum Maybach Seminar an den Technikcampus Friedrichshafen der DHBW Ravensburg gekommen. Organisiert wird die Veranstaltungsreihe vom Weiterbildungsinstitut IWT der DHBW Ravensburg.

An der Stelle wo Kunden auf den Service treffen wird Geschäft verschenkt. Jeder weiß es - die Kunden übrigens auch. Was passiert aber, wenn ein Unternehmen seinen Service auf eine Person maßschneidert? Wenn im Wartungsfall oder bei einer Beschwerde der Service genau das anbietet, was im Moment der Wahrheit benötigt wird? Dann kann nicht verhindert werden, dass diese Person überrascht ist; dann wird dieser Moment unweigerlich zu einem unvergesslichen Ereignis - dann entsteht das perfekte Service-Erlebnis. Herr Mark Joachim (tarienna GmbH) erklärte dem Publikum wie neue Geschäftsmodelle im After Sales etabliert werden können und gleichzeitig die Kunden zu Fans gemacht werden können.

Vortrag Hr. Mark Joachim, tarienna

 
Maybach-Seminar 8.03.16 "Sinne für Sicherheit: Schlüsseltechnologie für das autonome Fahrzeug"

Rund 55 Besucher waren zum Maybach Seminar an den Technikcampus Friedrichshafen der DHBW Ravensburg gekommen. Organisiert wird die Veranstaltungsreihe vom Weiterbildungsinstitut IWT der DHBW Ravensburg.

Der Vortrag von Hr. Dr. Brohm zum Thema "Sinne für Sicherheit - Schlüsseltechnologie für das automatisierte Fahrzeug" gestaltete das Maybach-Seminar der DHBW Ravensburg, organisiert vom Institut für Weiterbildung, Wissens- und Technologietransfer (IWT), am 8. Februar in Friedrichshafen. Die rund 60 Technologie-interessierten Teilnehmer hatten die Möglichkeit in die Zukunft der Mobilität zu blicken. Nach einem kurzen Ausflug in die Historie der Verkehrsunfall-Statistiken stellte Dr. Brohm die Zukunftsvision vom unfallfreien Fahren "Vision Zero" vor, bot Einblicke in die Aktivtäten der ADAS (Fahrerassistenzsysteme) und betonte die fundamentale Bedeutung der zunehmenden Fahrzeugautomatisierung für noch mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Man sei sich beim Thema hochautomatisiertes Fahren der Herausforderungen, etwa bezüglich der Vernetzung von Fahrzeugen und Infrastruktur sowie der Datensicherheit, bewusst und arbeite bereits intensiv an den Lösungen, so Dr. Brohm.

Dieser Vortrag war gleichzeitig der perfekte Startschuss für die Kooperation von Continental ADAS und der DHBW. Denn ab April stehen bis zu 10 Plätze in der Continental 'Trend Antenna' an der DHBW zur Verfügung, für Studenten, welche sich mit der Forschung im Bereich Umfeldsensorik und automatisiertes Fahren auseinandersetzen wollen. Details zur Continental 'Trend Antenna' finden Sie hier.

Vortrag Dr. Thomas Brohm, Continental

 

Maybach-Seminar 9.02.16 "Strategien zur Vermeidung von Patent-, Marken- und Designverletzungen"

Rund 35 Zuhörer waren zum Maybach Seminar an den Technikcampus Friedrichshafen der DHBW Ravensburg gekommen. Organisiert wird die Veranstaltungsreihe vom Weiterbildungsinstitut IWT der DHBW Ravensburg.

Schutzrechtsverletzungen führen insbesondere zu einem Schadensersatz- und Unterlassungsanspruch des Schutzrechtsinhabers. Diese Ansprüche können das unternehmerische Handeln wesentlich beeinträchtigen, so dass es sinnvoll ist, durch abgestimmte und optimierte Strategien das Risiko von Verletzungen deutlich zu reduzieren. Im Vortrag hat Herr Dr.-Ing. Franz Stadler, LL.M. (Nowlan & Stadler Patentanwälte, Friedrichshafen) anfangs die rechtlichen Grundlagen zum Verständnis der Vermeidungsstrategien gelegt: die wesentlichen Abläufe und Vorgehensweisen bei Verletzungsverfahren wurden zunächst erläutert und anschließend erklärt wie der Schutzumfang von Schutzrechten bestimmt wird. Nach dieser Einführung wurden für die technischen Schutzrechte (Patent und Gebrauchsmuster), Marken und Designs bzw. Geschmacksmuster mögliche Strategien zur Vermeidung von Verletzungen erläutert. Beispiele sind Recherchen, Überwachungen von Schutzrechten, Veröffentlichungen zum Stand der Technik bzw. zum Formenschatz. Außerdem wurde für Patente und Designs das Vorbenutzungsrecht erklärt. Die Problematik des fehlenden Vorbenutzungsrechtes im Markenrecht wurde analysiert. Auch Aspekte des Patentmanagements sowie Werk- und Kaufvertragsrechts sind beleuchtet worden.

Vortrag Hr. Stadler

 

Maybach-Seminar 12.01.16 "Gesundheit im Unternehmen"

„Wir möchten, dass es unseren Kollegen gut geht“ -  Immer mehr Unternehmen setzten auf ein betriebliches Gesundheitsmanagement. Darum ging es beim Maybach-Talk am Campus Friedrichshafen der DHBW. Ganz im Sinne der Dualen Hochschule Baden-Württemberg: Es kamen zwei Theoretiker und zwei Praktiker zu Wort, die interessante Einblicke boten.

Prof. Dr. Melanie Deutmeyer ist Studiengangsleiterin BWL-Gesundheitsmanagement an der DHBW Ravensburg. Sie lieferte Hintergründe und Zahlen zum Thema Gesundheit im Betrieb. Laut einer Studie war die Anzahl der Krankheitstage von Mitarbeitern bis 2006 kontinuierlich gesunken – seitdem steigt sie wieder an. Auffällig ist dabei der Anstieg der psychischen Erkrankungen. Viele Betriebe reagieren mit einem Gesundheitsmanagement, welche Maßnahme dabei jedoch wirklich hilft, darüber existieren erst wenige Studien, wie Melanie Deutmeyer erläuterte. „Ich denke es ist sicherlich nicht nur eine Maßnahme, sondern eine Kombination, die wirksam ist“, sagt Deutmeyer. Sie ist sich sicher, dass viele Unternehmen das Thema Gesundheit und Prävention nicht den Krankenkassen allein überlassen werden.

Die Firmen VAUDE und doubleSlash sind gute Beispiele dafür. Stefanie Raaf führt bei VAUDE seit 2014 ein betriebliches Gesundheitsmanagement ein. Nach der Gründung von Gesundheitszirkeln bekamen zunächst die Führungskräfte die Vorreiterrolle, zudem wurden 17 Gesundheitscoaches ausgebildet. Nach dem Prinzip eines ganzheitlichen Ansatzes hat das Gesundheitsmanagement heute viele Dimensionen im Betrieb. Zweimal am Tag etwa stehen für die Mitarbeiter jeweils zehn Minuten Übungen in Ergonomie und Bewegung an. Gesundheitskurse, Schulungen, Kletterwand, Laufgruppe und vieles mehr sind heute realisiert.

Bei doubleSlash, einem Friedrichshafener IT-Unternehmen, „verstehen wir das Gesundheitsmanagement als Prozess“, so Leonie Hlawatsch. Der Kern: „Wir möchten, dass es unseren Kollegen gut geht.“ Die Psyche und die typischen Büroleiden stehen im Mittelpunkt. Verwirklicht wurden etwa Workshops zum Umgang mit Stresssituationen, ein Lauftreff am Mittag, eine betriebliche Krankenzusatzversicherung, Jobräder und einiges mehr. 

Sarah Gander vom Weiterbildungsinstitut IWT der DHBW Ravensburg hat sich in ihrer Masterarbeit mit einem in Deutschland noch kaum erforschten Thema beschäftigt: mit der Wissenschaft des Wohlbefindens. Sie befragte 177 Mitarbeiter von Unternehmen aus der Region, um Erkenntnisse über die Auswirkung positiver Psychologie zu erhalten. Sieben Faktoren gelten dabei als Indikatoren für das Wohlbefinden. Werden diese in Betreiben beachtet, dann, so die Ergebnisse der Masterarbeit, sei eine Tendenz erkennbar, dass dies sich positiv auf Gesundheit, Zufriedenheit und Leistung der Mitarbeiter auswirkt.

Riskante Arbeitswelten, Prof. Deutmeyer

Positive Psychologie, Sarah Gander

Gesundheit-und-Arbeit_VAUDE, Stefanie Raaf

 

 

Maybach-Seminar 8.12.15 "Marketing für KMU"

Unternehmenskommunikation 4.0 – „Die Zeit der platten Werbebotschaften ist vorbei".                                    

Das letzte Maybach-Seminar des Jahres stand unter dem Motto „Marketing für klein- und mittelständische Unternehmen“. Michael Dünser, Geschäftsführer der Werbeagentur CONTUR und Joachim Dufner, selbstständiger Marketingberater und Dozent an der Dualen Hochschule Ravensburg, erläuterten die neuen Herausforderungen der Unternehmenskommunikation und veranschaulichten deutlich, dass es auch für kleine und mittlere Firmen durchaus möglich ist, ein durchgängiges und stimmiges Unternehmensbild nach außen zu kommunizieren. Organisiert wurde der Vortrag am 9. Dezember 2015 vom Weiterbildungsinstitut IWT der DHBW Ravensburg. 

Michael Dünser, Geschäftsführer der Werbeagentur CONTUR, verdeutlichte in seinem Vortrag, dass derzeit ein „radikaler Wandel“ in der Unternehmenskommunikation stattfindet. Alte Marketingtraditionen sind überholt, denn heute zählt: „Wer Menschen von sich begeistern möchte, der muss Geschichten erzählen.“ Vor allem die Authentizität ist für eine erfolgreiche Marketingkampagne wichtig, erklärt Michael Dünser und beruft sich dabei auf den österreichischen Marketingspezialisten Lukas Kircher. Dieser vertritt die Meinung, dass eine Marketingmaßnahme nur durch Emotionen zum Erfolg führt, denn „Menschen hassen Werbung“.

Zu Beginn einer Marketingkampagne sollte jedes Unternehmen festlegen, mit welchen Werten es sich auf dem Markt präsentieren möchte, um Authentizität glaubwürdig zu vermitteln. Wie sich solch eine durchgängige Wertekette auch für klein- und mittelständische Unternehmen realisieren lässt, stellte der selbständige Marketingberater Joachim Dufner in seinem Vortrag vor. Zu Beginn erklärte er, dass im limbischen System, einem Teilabschnitt des Gehirns, Emotionen entstehen. Es ist in drei unterschiedliche Regionen unterteilt, die die Gefühle Stimulanz, Dominanz und Balance hervorrufen. Auf dieser „Landkarte der Emotionen“, die Dr. Hans-Georg Häusel entwickelt hat, sind alle Gefühle verzeichnet, die unsere Entscheidungen beeinflussen.

Jeder marketingrelevante Wert, wie beispielsweise Farben, Düfte, Musik oder Schriftarten lässt sich nach dem sogenannten Silberballmodell eindeutig auf der „Landkarte der Emotionen“ positionieren. Somit kann jedes Unternehmen anhand dieser Landkarte eine stringente Marketinglinie aufbauen, ohne das Marketingbudget zu sprengen.

Vortrag Hr. Michael Dünser, Contur

Vortrag Hr. Joachim Dufner

 

 

Maybach-Seminar 10.11.15 "Systems Engineering"

Systems Engineering - die Kunst, komplexe Systeme zu beherrschen. Rund 50 Zuhörer waren zum Maybach Seminar an den Technikcampus Friedrichshafen der DHBW Ravensburg gekommen.

Egal auf welche Branche wir in der heutigen Welt blicken, die jeweiligen Produkte werden immer komplexer. Die Komplexität rührt daher, dass die Ansprüche der Kunden an einzelne Produkte immer vielfältiger werden und daher selbst einfach erscheinende Produkte aus einer Vielzahl kleinster Informatik- und Ingenieursbausteine zusammengesetzt sind. Wie aber kann diese Komplexität in der Entwicklung von Produkten wie beispielsweise Automobilen, Flugzeugen, Satelliten und Raketen beherrscht werden? Wie können solch große Systeme, die aus einer Zusammensetzung kleinerer Systeme verschiedener Hersteller bestehen, effektiv und effizient über Unternehmensgrenzen hinweg entworfen werden? Wie können Teillieferanten und OEMs bereits in frühen Entwicklungsphasen zusammenarbeiten?
Auf diese Fragen hat Dr. Markus Pfeil (Leiter Innovation Management, TWT GmbH Science & Innovation) in seinem Vortrag über modernes Systemsengineering und dessen Herausforderungen Antworten und Lösungsmöglichkeiten präsentiert.

Vortrag Hr. Dr. Markus Pfeil

 
Maybach-Seminar 13.10.15 "Frauen gehen in Führung!"

Was Frauen den Weg an die Spitze schwer macht - Rund 60 Zuhörer waren zum Maybach Seminar an den Technikcampus Friedrichshafen der DHBW Ravensburg gekommen. Das Thema „Frauen gehen in Führung“ sorgte am Ende für eine rege Diskussion. Organisiert wird die Veranstaltung vom Weiterbildungsinstitut IWT der DHBW Ravensburg.

Der ehemalige US-Präsident Richard Nixon hatte es in den 70-er Jahren hinausposaunt: Frauen seien schlichtweg zu launisch und zu emotional für ein Regierungsamt. Die Realität sieht heute anderes aus. Und doch bleiben die Kanzlerinnen und Präsidentinnen „nur“ Beispiele für Frauen in Führungspositionen und die Realität sieht anders aus. Das zumindest besagen die Studien, die Dr. Ernst Deuer, Professor an der DHBW Ravensburg für Personalmanagement und Mitarbeiterführung, den Besuchern des Maybach Seminars erläuterte. Sie besagen etwa, dass Frauen langsamer befördert werden und bei gleicher Qualifikation weniger verdienen. Oder dass Heirat und Familie für den Mann im Schnitt ein Plus im Geldbeutel bedeutet, für Frauen ein Minus. Als einen Knackpunkt machte er die Familienphase aus. Sind Frauen davor zu 71 Prozent in Vollzeit beschäftigt, sind es nach dem ersten Kind noch 15 Prozent, ergänzt durch viele Teilzeitmodelle. Ganz natürlich? Natürlich kann ein Kind die Arbeitsmodelle der Eltern verschieben. Männer sind davon aber kaum tangiert. Und für die Karriere erweist sich Teilzeit meist alles andere als vorteilhaft. „Teilzeitfalle“ nennt das der Wissenschaftler. „Es muss eine gute Work-Life-Balance für alle geben, auch für Frauen“, so Deuer, er fordert ein Umdenken in Richtung Diversity Management. Auf den Prüfstand müssten Dinge wie die Präsenz- und Überstundenkultur. Das Denken, Führung müsse immer ein Vollzeitjob sein oder nur ein Auslandsaufenthalt mache den Lebenslauf rund.

Rechtsanwältin und Coach Christina Schmauch rät dazu, Verhaltensmuster aufzubrechen. Noch immer sein Frauen zu willig, sich in untergeordnete Rollen zu fügen, anstatt zu fordern und sich zu präsentieren. Die anschließende rege Diskussion zeigte die ganze Vielfalt an Aspekten zu diesem Themen: Firmen, die ihren Kunden die Ingenieurin erklären müssen, Frauen, die heute sehr wohl selbstbewusst auftreten, Frauen, die aber dennoch gehörig an ihrem Selbstbewusstsein arbeiten müssen. Rundum ein Fall für ein Diversity Management.

Vortrag Prof. Deuer

Vortrag Fr. RA Schmauch

Unterlagen zur Info:

Die Spielregeln der weiblichen und der männlichen Kultur

Rhetorik

Körpersprache für Siegerinnen

Karrieretipps

Interview (1)

Interview (2)

Frauennetzwerke in der Region:

1. Business Women Bodensee; www.bwb-netzwerk.de: Netzwerktreffen mit Vorträgen in Friedrichshafen und Konstanz

2. Kontaktstelle Frau und Beruf; www.wir-rv.de: Netzwerktreffen mit Vorträgen in der Akademie in Amtzell

 

 

Maybach-Seminar 9.06.15 "Der CLAAS XERION - Eine Landmaschine der Extraklasse. Vernetzte Entwicklung von Claas, MTU und ZF"

Der CLAAS XERION – ein Publikumsmagnet auf vier Riesenrädern. "Der CLAAS XERION - Eine Landmaschine der Extraklasse" lautet der Titel des Maybach-Seminares im Juni am Campus Friedrichshafen der Dualen Hochschule Ravensburg. Die Referenten Kai Brandhofe (CLAAS), Holger Bottlang (MTU) sowie Jürgen Pohlenz und Heinrich Müller (ZF Friedrichshafen AG) berichteten über die kooperative Entstehung des gigantischen Traktors. Organisiert wurde der Vortrag vom Weiterbildungsinstitut IWT der DHBW Ravensburg.

Am 9. Juni 2015 staunten die Studierenden und Mitarbeiter der Dualen Hochschule Ravensburg nicht schlecht, als ein riesenhafter Traktor mitten auf dem Campus im Fallenbrunnen stand. Mit einem Raddurchmesser 2,15 Meter und einem Gewicht von 17 Tonnen zählt der Xerion der Firma CLAAS aus Harsewinkel zur Reihe der Großtraktoren.

Im Bodenseeraum kommt das Gefährt eher selten zum Einsatz, wenn dann im Forstbetrieb. Der Hauptabsatzmarkt dieser Großkaliber liegt in den USA und Osteuropa, aber auch bei großen Agrarbetrieben in Nord- und Ostdeutschland.

Was den CLAAS Xerion zudem zu einer Landmaschine der Extraklasse macht sind unter anderem seine Dimension und die vernetzten Systeme im Fahrzeug. Vernetzt waren während der Entwicklungsphase auch die drei Unternehmen CLAAS, MTU und ZF. Der CLAAS Xerion ist ausgestattet mit einem stufenlosen leistungsverzweigtem Getriebe von der ZF Friedrichshafen AG und einem 6-Zylinder-Reihenmotor von der MTU mit mehr als 500 PS. Alle vier Referenten verdeutlichten in ihren Vorträgen, dass ein solches High-End-Produkt nur mit hoher Fachkompetenz und großem partnerschaftlichen und vor allem leidenschaftlichen Engagement realisiert werden kann.

Das Highlight der Veranstaltung war die Livevorführung im Innenhof des Campusses, die Dr. Jürgen Prenzler, ehemaliger Leiter der Produktentwicklung bei CLAAS in Saulgau und heute Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der DHBW Ravensburg, durchführte. An der rundum gelungenen Veranstaltung wurde nur bemängelt, dass der Xerion nicht für Probefahrten zur Verfügung stand. Dies war den Organisatoren bei der gigantischen Größe des Traktors und dem relativ kleinen Campus dann doch etwas zu gefährlich.

Referenten waren

Kai Brandhofe (Claas)

Holger Bottlang (MTU) 

Jürgen Pohlenz und Heinrich Müller ( ZF).

Weitere Infos zum XERION finden Sie hier.

 

Maybach-Seminar 12.05.15 "Compliance - Fluch oder Segen für den Mittelstand?"

RA Anne Claire Schroeder-Rose, Compliance Officer der Zeppelin Systems GmbH, hat sich mit der Frage "Compliance – Fluch oder Segen für den Mittelstand?" beschäftigt. Folgende Themen wurden mit einem interessierten Publikum diskutiert:

- Begriffsdefinition  - Was ist eigentlich Compliance?

- Zentrale Themen der Compliance

- Relevanz für kleine und mittlere Unternehmen

- Wie organisiere ich das Thema Compliance nachhaltig in meinem Unternehmen?

Präsentation Fr. Schroeder-Rose: Compliance, 12.5.2015 DHBW

 

Maybach-Seminar 14.04.15 "Bewerbungsverhalten der Generation Y"

Peter Bender, Personalleiter bei Schwäbisch Media, hat über die Besonderheiten des Bewerbungsverhaltens der Generation Y gesprochen und Instrumente sowie Handlungsempfehlungen vorgestellt. U.a. wurden folgende Themen behandelt:

 ·    Lebenswelten der Jugendlichen in Deutschland

·     Erwartungen an den Beruf & an mögliche Arbeitgeber

·     Instrumente für eine zielgruppengerechte Ansprache (Vorstellung verschiedener Plattformen)

·     Handlungsempfehlungen für KMU

      Präsentation P. Bender: Bewerbungsverhalten Gen Y, P. Bender

 
Maybach-Seminar 10.03.15 "Die ROSETTA-Mission"

Europas Fußabdruck auf dem Kometen 67P - Rund 100 Interessierte lauschten am 10. März 2015 dem Rosetta Project Manager, Gunther Lautenschläger, als er von der zehnjährigen Reise der Raumsonde Rosetta zum Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko berichtete. Im Rahmen des Maybach-Seminars, das vom IWT, dem Weiterbildungsinstitut der Dualen Hochschule, organisiert wurde, nahm der Ingenieur die Teilnehmer mit auf eine „phantastische Reise durch das All“. Sehen Sie hier den Vortrag auf youtube: Teil 1 , Teil 2

Im Alter von zehn Jahren entdeckte Gunther Lautenschläger seine Liebe und Faszination für die Raumfahrt. Gebannt saß er mitten in der Nacht vor dem Fernseher, als Neil Armstrong seinen Fuß auf den Mond setzte. Mit dem Rosetta-Projekt von Airbus Defence & Space hat Gunther Lautenschläger nun ebenfalls Pionierarbeit geleistet.

1996 1997 beauftragte die Europäische Raumfahrtagentur ESA die Firma Dornier System (derzeit Airbus DS GmbH), eine Weltraumsonde namens „Rosetta“ zu konstruieren und zu bauen, um verschiedenste wissenschaftliche Messungen an einem Kometen durchzuführen. Der passende Komet, 67P/Tschurjumow-Gerassimenko (Tschury), wurde 1969 vom ukrainischen Astronomen Klim Tschurjumow auf Fotos entdeckt, die seine Kollegin, Swetlana Gerassimenko, aufgenommen hatte. Der Komet hat einen Durchmesser von etwa vier Kilometern und dreht sich in 12,6 Stunden einmal um die eigene Achse.

So schwierig wie die Aussprache des Name Tschurjumow-Gerassimenko ist, war auch die Umsetzung der Missionsanforderungen. Denn Tschury liegt nicht in der Nachbarschaft der Erde, sondern Rosetta wurde auf eine zehnjährige Reise ins Unbekannte geschickt. Erstmals in der Geschichte der Raumfahrt erforscht eine Weltraumsonde nicht nur die nähere Umgebung, sondern auch die Oberfläche eines Kometen. Im März 2004 begann die Tour der Weltraumsonde Rosetta in die unerforschten Weiten des Weltalls. Nach über zehn Jahren Flug erreichte Rosetta im August 2014 ihr Ziel, den Kometen Tschurjumow-Gerassimenko. Dies ist nicht nur eine Reise von 791 Millionen km in die Tiefen des Weltraumes, sondern auch eine Reise zurück zur Entstehung unseres Sonnensystems vor 4,6 Milliarden Jahren.

Auf ihrer langjährigen Reise meisterte Rosetta bereits extreme Herausforderungen. Die Sonde holte bei mehreren Vorbeiflügen an Erde und Mars Schwung und besuchte während des Fluges im Asteroiden-Gürtel die beiden Asteroiden Steins und Lutetia. Danach erreichte Rosetta die Umlaufbahn des Jupiter und wurde für 2,5 Jahre in Winterschlaf versetzt. Nur so konnte die Sonde in den Tiefen des Weltalls überleben. Im Januar 2014 klingelten Rosettas vier Wecker. Die Weltraumsonde erwachte und nahm selbständig Kurs auf ihr Ziel 67P.

Seit August 2014 fliegt Rosetta die unterschiedlichsten Manöver, um für die anspruchsvollen Messungen stets die optimale Position einzunehmen. Das wohl Spannendste war das Absetzen eines Mini-Labors namens „Philae“ auf der Kometenoberfläche im November 2014. Philae führte –wie geplant– 2,5 Tage lang erfolgreich Messungen auf der Kometenoberfläche durch und erholt sich derzeit im verdienten Winterschlaf. Rosetta beobachtet weiterhin die Aktivitäten des Kometen und liefert fantastische Bilder von einer unwirtlichen Umgebung, die sich unter dem Einfluss der Sonne zunehmend verändert. Das Ziel der Mission ist ein besseres Verständnis der Entstehung unseres Sonnensystems, der Erde und vielleicht sogar der Entstehung des Lebens.

Vortrag Hr. Lautenschläger, Teil (1)

Vortrag Hr. Lautenschläger, Teil (2)

Weitere Videos zum Thema:

Rosetta's twelve-year journey in space (European Space Agency, ESA)

Once upon a time (ESA kids)

Airbus Teaser 1 “Rosetta - The comet chaser"

Airbus Teaser 2Rosetta - Making the impossible come true

Rosetta in New York Times Square

ESA-Science Fiction TrailerAmbition

 
 
Maybach-Seminar 10.02.15  "Von der Sanierung zu einem hochinnovativen Unternehmen"

Vision: Begeisterte Menschen -  „Von der Sanierung zu einem hochinnovativen Unternehmen“: Darüber sprach Dr.-Ing. Thomas Hegel, Leiter Geschäftsfeld Sonderantriebstechnik bei der ZF Friedrichshafen AG, beim Maybach Seminar vor rund 80 Zuhörern am Technikcampus Friedrichshafen der DHBW Ravensburg. Organisiert wird das Maybach Seminar vom Weiterbildungsinstitut IWT der DHBW Ravensburg.

Das ist gewiss: Die Sonderantriebe sind beileibe nicht das Hauptaugenmerk der ZF Friedrichshafen AG. Erfolgreich soll der Bereich natürlich dennoch sein. Und genau damit taten sich die Sonderantriebe schwer, als Thomas Hegel im Jahr 2002 die Leitung übernahm. Militärische Antriebe, Bahntechnik und Maschinenantriebe agierten mit drei völlig unterschiedlichen Strukturen – zwei davon als GmbH, ein Bereich innerhalb der AG. Alles andere als einheitlich waren auch die Herausforderungen. Im einen Bereich war „fire fighting“ angesagt, wie Hegel berichtete, Thema war zunächst der Umgang mit Reklamationen. „High flying dreams“ träumte man hingegen im anderen Bereich – „man hat allerdings vergessen, dass die Kosten höher waren als die Preise“.

Soweit die Ausgangslage. Führung, Kulturwandel, Motivation, Organisation: An diesen Eckpunkten machte Hegel vor den Zuhöreren an der DHBW in Friedrichshafen deutlich, wie eine Sanierung gelingt. Extrinsische Motivation war zunächst das Stichwort: „Hoher Druck von außen, da geht es nur mit kurzen Ansprachen und alle Mitarbeiter der Leitung hinterher.“ Die drei Bereiche wurden zusammengefasst und komplett neu strukturiert. Immerhin mussten dazu auch 25 Prozent der Mitarbeiter in andere ZF-Jobs vermittelt werden. „Wir mussten reduzieren, um überlebensfähig zu werden“, so Hegel.

Hegel weiter: „Nächster Schritt war, zukunftsfähig zu werden.“ Nächstes Stichwort dazu war intrinsische Motivation: Nicht allein der Chef bestimmt die Richtung, „die Mannschaft selbst stürmt voran“. Als Vision formulierte das Führungsteam „begeisterte Menschen“. Inzwischen hat die Sonderantriebstechnik tatsächlich neue und innovative Wege beschritten. Im amerikanischen Gainesville werden in der eigens aufgebauten Fabrik Windkraftgetriebe gebaut. Im tschechischen Pilsen entwickelt und betreibt eine  ZF-Tochtergesellschaft die Telematik-Plattform „Openmatics“. „Unternehmen aus Stahl und Eisen haben riesige Potenziale für neue Geschäftsmodelle und das Internet der Dinge“, ist sich Thomas Hegel sicher.

 
 
Maybach-Talk am See 20.01.2015 „Konfliktorientiertes Management – Best Practice zeitgerechter Mitarbeiterführung?“

80 Prozent Erfolgsquote sprechen für die Mediation - Dass Mediation für Unternehmen ein Thema ist, bewies der Talk am See, organisiert vom Weiterbildungsinstitut IWT der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Ravensburg. Rund 60 Besucher, darunter viele Firmenvertreter, informierten sich bei Fachleuten, die bereits seit vielen Jahren überzeugt von dieser Methode des innerbetrieblichen Konfliktmanagements sind.

80 Prozent der Mediationen, so weisen es die Statistiken aus, sind erfolgreich. Und ersparen damit den teuren und zeitaufwändigen Gang zum Gericht. Und doch scheint die Methode der Mediation in vielen Firmen noch nicht so recht angekommen zu sein. Zwei überzeugte Vertreter der Mediation, Prof. Dr. Renate Dendorfer-Ditges und Dr. Jürgen Klowait, lieferten beim Talk am See Argumente, wieso die Firmen das schleunigst ändern sollten.

Prof. Dendorfer-Ditges hat an der DHBW Ravensburg das Kontaktstudium Wirtschaftsmediation aufgebaut. Sie stellte die Mediation als eine Methode der Streitbeilegung dar, bei der ein neutraler Dritter, ein Mediator, eingeschaltet wird. „Ein Mediator gibt Struktur in die Verhandlungen, er trifft keine Entscheidungen. Es ist viel besser: Die Parteien treffen am Ende in ihrer eigenen Verantwortlichkeit die Entscheidung.“ Ebenfalls ein erfahrener Mediator ist Dr. Jürgen Klowait, er hat den Round Table Mediation und Konfliktmanagement der deutschen Wirtschaft initiiert, in dem inzwischen viele Großunternehmen zusammen geschlossen sind. Für den Energieversorger E.ON hat er ein komplettes Konfliktmanagementsystem aufgebaut, 120 Mediatoren wurden in der Firma inzwischen ausgebildet und sind dort aktiv. In einer Firma können zwischen den verschiedensten Parteien Konflikte entstehen. „Mit Abstand am meisten gefordert sind die Mediatoren inzwischen bei Konflikten innerhalb von Teams.“

Trotz der offensichtlichen Vorteile der Mediation und des großen Interesses der Firmen ist das Thema doch in den meisten Betrieben noch nicht etabliert. Woran liegt es? Eine Podiumsdiskussion, geleitet von Claudia Schanz Russell, gab unter anderem darüber Aufschluss. „Mediation ist oftmals noch mit einem Makel behaftet“, meint dazu die Rechtsanwältin und Mediatorin Dr. Heike Hammann. „Derzeit habe ich einen Fall, bei dem ich statt von Mediation von Teamcoaching sprechen muss.“ Alexandra Zimmer nimmt sich des Themas bei der IHK an und hat ähnliche Erfahrungen gemacht. „Es herrscht auch eine gewisse Unwissenheit, die die Firmen doch lieber auf bekannte Verfahren zurückgreifen lässt.“ Dass sich doch einiges bewegt bewies ein Absolvent des DHBW-Kontaktstudiums Wirtschaftsmediation, der ebenfalls auf dem Podium saß. Joachim Locher von der Stiftung Liebenau bestätigte: „Das ist eine Methode, mit der man viel erreichen kann.“ Auch außerhalb des eigenen Unternehmens wende er die Mediation heute häufig an. Prof. Dendorfer-Ditges formulierte am Ende ihre Vision: „Dass sich der Mittelstand ebenso in einem Round Table zusammentut und sich gegenseitig bei dem Thema unterstützt, wie es viele Großfirmen bereits tun.“

Bereits zum sechsten Mal hat der Talk am See damit Themen aus dem Personalbereich beleuchtet.

 

Präsentation Prof. Dr. Dendorfer-Ditges

Präsentation Dr. Jürgen Klowait

Das Video "Was ist eigentlich Mediation?" finden Sie hier.

 

Maybach-Seminar 18.11.14 "B2B-Marketing für klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) - Medienkompetenz als Schlüssel für eine erfolgreiche Marketingstrategie"

Marketingstrategien für klein- und mittelständische Unternehmen - Das Weiterbildungsinstitut IWT der DHBW Ravensburg lud am 18.11.2014 zu einem Rundumschlag zum Thema „Marketing für klein- und mittelständische Unternehmen“ ein. Vier Referenten gaben den Teilnehmern wertvolle Tipps und Tricks für eine erfolgreiche Marketingstrategie an die Hand.

In seinem Vortrag „Informationen als Basis eines fundierten B2B Marketings“ wies Prof. Dr. Thomas Dobbelstein, Lehrprofessor an der DHBW Ravensburg und Geschäftsführer der Customer Research 42 GmbH, auf die Wichtigkeit einer vorangehenden Analyse, vor allem der Zielkunden und auch der Mitbewerber. Sie diene als Grundlage eines erfolgreichen Marketings. Zudem gab Thomas Dobbelstein den Tipp, dass Unternehmen, die technisch komplexe Produkte vertreiben, beim Marketing nicht nur die Fakten in den Vordergrund stellen sollen. Vielmehr soll der Kunde als Mensch angesprochen werden. Dies erfolgt durch die Verwendung des emotionalen Marketings.

Prof. Herbert Moser, Studiengangsleiter Mediendesign an der DHBW Ravensburg, bekräftigte in seinem Vortrag die Wichtigkeit eines durchdachten Konzepts, auf die sein Vorredner bereits hingewiesen hatte. Zudem nannte er einige Fehler, die oftmals bei der Verwendung sozialer Medien in Erscheinung treten. „Einfach nur mitmachen, bringt gar nichts“, so Herbert Moser. Neben einer vorher erarbeiteten Struktur gehöre vor allem eine Person zum Konzept, die die sozialen Netzwerke betreut und mit Neuigkeiten füttert, denn „aktuelle Inhalte und Dialoge finden dort statt.“ Vor allem muss man mutig sein, denn Social Media ist kein einseitiges Medium, sondern das Unternehmen geht dabei in den Dialog mit Kunden, Nutzern und auch Kritikern.

Das Thema „Content-Management“ stellte der frischgebackene Wirtschaftsingenieur Christoph Brosig vor. Dieses Marketinginstrument stellt nicht das Produkt in den Vordergrund, sondern hebt einen Mehrwert für den Kunden hervor. Als Beispiel brachte er die Marketingaktivitäten des Unternehmens eloqua, das Marketinglösungen anbietet. Auf der Webseite des Unternehmens findet man unter Support einen Link zu einem Forum, Topliners, bei dem sich Mitarbeiter mit Kunden/Nutzern sowie Interessenten austauschen. Neben allgemeinen Hilfestellungen zur Nutzung der Marketinglösungen, ruft das Unternehmen dazu auf, die bereits bestehenden Lösungen weiterzuentwickeln. Somit hat das Unternehmen gewonnen, denn die Kunden befassen sich intensiv mit dem Produkt. Doch auch der Kunde hat gewonnen, denn er kann aktiv an der Weiterentwicklung und Verbesserung mitwirken und somit seine individuellen Wünsche einbringen.

Peter Bender, Personalleiter der Schwäbisch Media, erläuterte, wie ein klein- oder mittelständisches Unternehmen am besten einen Artikel in einer Zeitung lanciert. Beispielsweise ist es sehr vorteilhaft, den zuständigen Redakteur persönlich zu kennen und einen guten Kontakt zu ihm zu pflegen. Um dem Redakteur Spielraum für eine eigene Meinung zu lassen, muss sich ein Unternehmen eindeutig positionieren. „Sie mögen es nicht, wenn man ihnen etwas aufdrücken möchte“, so Peter Bender. Einen der wichtigsten Tipps gab der Personalleiter jedoch zu Beginn des Vortrags: „Die beste Öffentlichkeitsarbeit machen Ihre Mitarbeiter in der Freizeit. Wenn sie über das Unternehmen berichten, dann sind sie am glaubhaftesten.“

Die Frage aus dem Publikum, ob sich die Öffentlichkeitsarbeit von klein- und mittelständischen Unternehmen in der letzten Zeit verbessert habe, konnte Peter Bender definitiv mit Ja beantworten. Zum einen seien die Zugangswege zu den sozialen Medien sehr erleichtert, zum anderen haben die Unternehmen auch verinnerlicht, dass sie Öffentlichkeitsarbeit betreiben müssen, um wahrgenommen zu werden.

 

Präsentation Prof. Dr. Dobbelstein

Präsentation Brosig

Präsentation Bender

 

 

Maybach-Talk am See 11.11.14 Willkommenskultur – Umgang mit internationalen Fachkräften

„Die Sprache ist das allerwichtigste“. „Da können die Abschlüsse anerkannt sein und die Motivation ist da – die Sprache ist das allerwichtigste, wenn internationale Fachkräfte in deutsche Betriebe kommen“, sagt Aline Slijkerman vom Welcome Center Bodensee-Oberschwaben. Beim Talk am See, organisiert vom Weiterbildungsinstitut IWT der Dualen Hochschule Ravensburg, drehte sich alles um die Willkommenskultur im Umgang mit internationalen Fachkräften.

Eine Willkommenskultur, die sogar im aktuellen Koalitionsvertrag thematisiert wird. Aline Slijkerman ist Niederländerin, lebt seit sieben Jahren in Oberschwaben und weiß inzwischen, dass dort neben Deutsch auch ein Grundwortschatz in Schwäbisch nicht schadet. In ihren Gesprächen beim Welcome Center erfährt sie, wo viele ausländische Fachkräfte der Schuh drückt. Beim Kontakt mit den Ämtern sieht sie einige „Luft nach oben“ in Sachen Willkommenskultur. Das eine oder andere Formular in einer anderen Sprache würde schon helfen. In den Betrieben findet sie genauso wie Irene Schmutz-Bohnes, Leiterin des Welcome Centers, einen „Kümmerer“ wichtig, der auch mal Ansprechpartner ist für banale Tipps zum Einkaufen oder Auto anmelden.

Was sind die Punkte, die der Niederländerin im Bezug auf eine Willkommenskultur besonders wichtig sind? „Sich auch einmal in die Lage der anderen hineinzuversetzen. Welche Unterstützung würde ich im Ausland benötigen?“ Und: „Zuhören wollen. Es gibt Leute, die verstehen einen auf Anhieb, egal wie krumm der Satz ist.“

Irene Schmutz-Bohnes stellte das Welcome Center Bodensee-Oberschwaben vor. Das Landesministerium für Wirtschaft und Finanzen unterstützt im Rahmen der Fachkräfte-Allianz landesweit den Aufbau von insgesamt elf Welcome Centern. Ziel ist die Etablierung einer Willkommenskultur. Das Welcome Center sieht sich als Anlaufstelle für kleine und mittlere Unternehmen, internationale Fachkräfte und Netzwerkpartner.

Dr. Ernst Deuer, Professor an der DHBW Ravensburg, stellte einige Studien zu dem Thema vor. Eine Umfrage etwa fragt nach den attraktivsten Ländern für ein Studium. Ganz vorne finden sich Großbritannien und die USA – Deutschland ist mit 19 Prozent nur im Mittelfeld. Sein Fazit: „Wir sollten ernsthaft nachdenken über eine Willkommens- und auch über eine Anerkennungskultur.“ Ein simples Beispiel für Letzteres: Hat eine Lehrerin in Russland nur ein Fach studiert, kann sie in Deutschland nicht unterrichten, denn dort müsse ein Lehrer zwei Fächer vorweisen können.

Nach sieben Jahren in Deutschland hätte Aline Slijkerman übrigens noch einen Wunsch: „Keine Witze mehr über Fußball, Wohnwagen und gelbe Autokennzeichen.“

 

 
Maybach-Seminar 14.10.14 "Shakespeares Sonette und der Zweite Hauptsatz der Thermodynamik"

„Sie können die Welt nur dual erfassen, das ist meine Philosophie und das ist die Idee der Komplementarität“, erläuterte Prof. Dr. Ernst Peter Fischer nun beim Maybach-Seminar, organisiert vom DHBW-Weiterbildungsinstitut IWT am Campus Friedrichshafen der Dualen Hochschule Ravensburg. Rund 80 Zuhörer lauschten und diskutierten mit dem Erfolgsautoren mit Freuden.

Kein Zufall also, dass der duale Experte gerne an die Hochschule mit dem speziellen dualen Verständnis kam. Er ist überzeugt davon, dass es zu jeder Beschreibung der Natur eine weitere gibt, die dieser komplett widerspricht. Und zwar „ohne, dass die eine mehr wahr ist als die andere“. Es war ein leidenschaftliches Plädoyer für die Vielfalt der Ansichten und vor allem der Herangehensweisen. Referent Ernst Peter Fischer ist Wissenschaftshistoriker und lehrt an der Universität Heidelberg. Bekannt ist er aber vor allem als Bestseller-Autor, regelmäßig schreibt er in Zeitschriften wie Geo und Bild der Wissenschaft.

Vielfalt der Herangehensweisen – die Zeit zum Beispiel. Der Zweite Hauptsatz der Thermodynamik nähert sich diesem Phänomen auf eine andere Weise als Shakespeare in seinen Sonetten. „Durch den Zweiten Hauptsatz hat die Zeit in der Geschichte der Physik erstmals eine Richtung bekommen“, so Fischer. „Er besagt, dass wir die Zeit nicht aufhalten können, das Ende ist der Wärmetod.“ Traurig, aber nun kommt die Kunst, und hier im Speziellen das Sonett ins Spiel. „Sonette entstanden, als im 17. Jahrhundert die Zeit erfunden wurde“, so Fischer. Die Menschen erfuhren zum ersten Mal, dass sie ihr Schicksal auch in die eigenen Hände nehmen können und damit selbst über ihre Zeit bestimmen können. Die Kunst und damit auch das Sonett verstand sich als Versuch, so Fischer, das Fortschreiten der Zeit aufzuhalten – beim Lesen der Reime steht die Zeit einfach still.

Gedanke folgte auf Gedanke, ebenso ein forscher Ritt durch die Historie, immer wieder die feste Überzeugung, dass die Naturwissenschaften ebenso ein unabdingbarer Bestandteil von Bildung sein müssen wie die Kunst. Schnellsprecher Fischer gönnte dem Zuhörer wirklich wenig Muse, an vergnüglichen und verblüffenden Anregungen mangelte es dagegen nicht. „Mir ist das sympathisch, bei uns haben sich die Physik- und die Deutschlehrer nie gemocht“, meinte ein Zuhörer. Und vielleicht folgt ja der eine oder andere dem Beispiel von DHBW-Campuschef Prof. Dr.-Ing. Martin Freitag, der zählt nämlich Fischers Hörbuch „Die andere Bildung“ zu seinen Favoriten und horcht einfach nochmal nach.

Die Vortragsfolien finden Sie hier.

 

Maybach-Seminar 10.06.14 "Die industrielle Entwicklung der Stadt Friedrichshafen"

Sie erfolgte spät, erst nach 1900, und sie hatte einen Namen: Graf Ferdinand von Zeppelin und der Luftschiffbau. So das gängige Bild von der Industrialisierung in Friedrichshafen. Das trifft zu, was die Ansiedlung hoch spezialisierter Metallindustrie betrifft, den Motoren- und Getriebebau, die Aluminium-Teilefertigung, nicht zuletzt die wissenschaftlich-technische Entwicklungsarbeit, die seit jener Zeit für innovative Technik im Verkehrsbereich steht und den Weltruf Friedrichshafens in diesen Sektoren begründet hat. Interessant ist aber auch die Vorgeschichte dieser Erfolgsgeschichte im 19. Jahrhundert, die Friedrichshafen erst für einen hochrangigen Wirtschaftsstandort qualifizierte: die Pionierleistungen im Schiffbau, der Ausbau des Eisenbahnwesens und der damals modernsten Kommunikationstechnologie. Der Vortrag von Dr. Hartmut Semmler (Stadtarchiv Friedrichshafen) hat beide Punkte in den Blick genommen.

 

Maybach-Seminar 13.05.14 "Photovoltaik"

Wenn man sich den Besucheransturm des Maybach-Seminares im Mai mit dem Thema „Photovoltaik in Deutschland – Aufstieg, Fall und nun?“ ansieht, dann besteht kein Zweifel: Es ist und bleibt ein spannendes und aktuelles Thema. 

Der Referent des Abends Prof. Schubert, heute Studiengangsleiter an der DHBW Ravensburg, schloss nach seinem Physik – Studium seine Promotion im Bereich der Metall – Halbleiter Kontakte bei Silizium – Solarzellen an der Universität Konstanz erfolgreich ab. Seit 2006 arbeitete er zunächst als Projektleiter, dann als Leiter der Entwicklungsableitung für Solarzellen und Solarmodule bei der Sunways AG. Anschaulich hat er die bewegte Geschichte der Photovoltaik dargestellt und erklärt. Bereits 1954 wurde die erste Solarzelle aus Silizium entwickelt, es dauerte jedoch noch ca. 50 Jahre, bis sich die Technologie zur Stromerzeugung rasant ausbreiten konnte. Deutschland war Vorreiter und technologisch sowie auch als Absatzmarkt führend. Doch die letzten Jahre ging es mit der Photovoltaikindustrie in Deutschland bergab.  Der Markt schrumpfte, einige Unternehmen mussten sogar schließen. Im Gegensatz dazu wächst der Weltmarkt jedoch nach wie vor kräftig, daher sieht er die Zukunft der Photovoltaikindustrie positiv.

 

 
Maybach-Seminar 8.04.14 "Kommunikation"

"Miteinander reden – erfolgreich kooperieren. Sprachliches Teamwork von Frauen und Männern am Arbeitsplatz" hieß der Workshop mit Henriett Stegink im Rahmen des Maybach-Seminares im April. Dieses immer aktuelle Thema hat gleichermaßen Frauen wie Männer in den Fallenbrunnen zu dieser Abendveranstaltung gelockt.

Denn: Frauen formulieren oft anders als Männer. Zum Beispiel indirekter, wenn es um Arbeitsanweisungen geht: "Das wollte ich noch vorschlagen ..." oder "Der nächste Schritt wäre ...", so die höflich-indirekte Ausdrucksweise einer Vorgesetzen im Gespräch mit männlichen Mitarbeitern. Durch diese zurückhaltende Form der Aufforderung riskiert sie, dass ihr Auftrag zu unverbindlich und die Ausführung unklar bleibt. Mögliche Folge: Keiner fühlt sich angesprochen, die Sache bleibt unerledigt, Ärger und Frustration drohen. An diesem Beispiel ist zu sehen, dass es markante Unterschiede in der Sprache von Frauen und Männern gibt. Sprachliche Unterschiede können Missverständnisse verursachen, die das Betriebsklima stören und die Qualität der Arbeitsergebnisse gefährden. Ein erfolgreiches Unternehmen ist darauf angewiesen, dass die interne Kommunikation reibungslos läuft. 

Mit praktischen Tipps und anhand konkreter Beispiele, hat Sie dem Publikum die Sprachunterschiede zwischen Frauen und Männern vor Augen geführt und zehn Erfolgsregeln für beide Geschlechter vorgestellt, die im Arbeitsalltag behilflich sein könnten.

 
Maybach-Seminar 11.03.14 "Motivation"

Die meisten Menschen sind sich einig: Motivation ist essentiell um dauerhaft erfolgreich zu sein. Mit den geeigneten Motivationsstrategien kann sowohl der Einzelne als auch die Gruppe oder das Team leicht die Voraussetzungen schaffen um die gewünschten Ziele zu erreichen. Das gesamte Unternehmen kann dadurch deutlich effektivere Ergebnisse erzielen. Motivation steuern zu können ist wichtig. Wichtig um die daraus folgenden Aktionen und Handlungen stetig zu realisieren.

Selbststeuerbare Motivation ist notwendig in neuen und herausfordernden Projekten, in stressigen Situationen, genauso wie vor wichtigen Präsentationen, Verhandlungen oder Gesprächen. Die gute Nachricht ist, Motivation ist eine erlern- und ausbaubare Fähigkeit. Wesentlich entspannter und mit viel mehr Spass kann der jeweilige Alltag dadurch gestaltet werden. Auswirkung sind oft ein höheres Maß an Wohlbefinden und Leistungskraft.

Doch wie „funktioniert“ denn Motivation? Auf einer Ebene wo sie einfach und effektiv beeinflussbar ist? Wie kann jemand auf einer alltagstauglichen Basis seine Motivation praktisch steuern? Welche Möglichkeiten hat jeder einzelne?

Genau diese Fragen wurden von Michael Keppler behandelt. Anhand witziger Anekdoten und praktischer Beispiele hat er gezeigt, dass Motivation (teilweise durch ganz einfache Mittel) beeinflussbar ist. Doch eines ist seiner Meinung nach besonders wichtig: You go first! Wenn ich andere motivieren will, dann ist es essenziell zuerst selbst genügend motiviert zu sein.

 

Maybach-Seminar 11.02.14 "Automobil"

Rund um das Thema „Automobilbau“ ging es am 11.02.2014 beim Maybach-Seminar, das vom Weiterbildungsinstitut IWT der Dualen Hochschule Ravensburg durchgeführt wurde. Am Technikcampus Fallenbrunnen fanden sich ca. 80 Interessierte ein, um den Vorträgen von Rolf Adomat, Head of Innovation bei der Continental AG und Automobilbauer Heinz Kurek zu lauschen.

Fahren mit vorausschauender Sicherheit: Fahrerassistenzsysteme wie Notbremsassistent, Verkehrszeichenerkennung, Ausparkhilfe oder Spurhalteassistent agieren diskret im Hintergrund, als Einzelfunktion oder vernetzt. In Lindau befindet sich der Bereich „Fahrassistenzsysteme“ der Firma Continental AG. An diesem Standort befassen sich ungefähr 1.000 Ingenieure mit der Entwicklung von Systemen, die das Autofahren sicherer gestalten. Im Jahr 2013 gab es zwischen 3.000 und 4.000 Unfalltote auf deutschen Straßen. Dipl.-Ing. Rolf Adomat und seine Kollegen sind davon überzeugt, dass die Technologie der Fahrassistenzsysteme in Zukunft ein Autofahren ohne Unfälle ermöglichen wird. In seinem Vortrag gab er einen kurzen Überblick über die Geschichte des automatisierten Fahrens, die bereits 1910 begann. Den Anwesenden gewährte er exklusive Einblicke in die Weiterentwicklung der Fahrerassistenzsysteme bei der Continental AG und präsentierte eine Zukunftsvision des automatisierten Autofahrens. Laut seiner Prognose könnte ab dem Jahre 2025, sofern alle gesetzlichen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen gewährleistet sind, vollautomatisches Autofahren möglich sein.

Diese Vorstellung mag Heinz Kurek, dem Vater des „Kurek Sportwagens“ etwas zu langweilig sein. Der passionierte Automobilbauer konzipierte, entwickelte und realisierte bereits in den 60er Jahren in Eigenregie seinen ersten, industrieunabhängigen Sportwagen, der 1970 in München für den Straßenverkehr zugelassen wurde. Diesem folgten vier reine Wettbewerbsfahrzeuge und zwei Prototypen, der GT6 und der GT7, für den Straßenverkehr. In all den Jahren ist Heinz Kurek nicht von seiner Philosophie abgewichen, durch extremen Leichtbau und ein homogenes Gesamtkonzept ein Automobil mit herausragender Fahrleistung unter ökonomischen Gesichtspunkten zu realisieren. Anhand seines neuesten Modells erläuterte Heinz Kurek den Bau eines Sportwagens von der Konzeption bis hin zur Fahrzeugabnahme durch den TÜV. 

Den Vortrag von Herrn Adomat finden Sie hier.

Informationen zu Herrn Kurek und seinen Autos finden sie hier.

Maybach-Seminar 14.01.14 Patentrecht

Um gewerbliche Schutzrechte, also vorranging um Patente, ging es beim ersten Maybach-Seminar im neuen Jahr. Patentanwalt Thomas Daub referierte über diesen Themenbereich auf dem Campus Friedrichshafenim Fallenbrunnen. Eine tolle Erfindung, das Patent dazu anmelden und los geht's mit der Produktion und mit dem Geld verdienen?

Die komplette Pressemitteilung finden Sie hier.

 
Maybach-Seminar 12.11.13 Herausforderungen des modernen Personalmanagements

„Personal ist wichtiger als Druckmaschinen“

Dienen die Vergütung von Arbeitsleistung und variable Vergütungsbestandteile dazu die Motivation von Mitarbeitern zu erhöhen? Dieser Frage gingen Prof. Dr. Tobias Krohn, Studiengangsleiter BWL – Medien- und Kommunikationswirtschaft der DHBW Ravensburg und Peter Bender, Personalleiter der Schwäbisch Media beim gut besuchten Maybach-Seminar, welches das Institut für Weiterbildung, Wissens- und Technologietransfer organisiert hat, am 12.11.2013 am Campus Friedrichshafen der DHBW Ravensburg nach.

Zu Beginn seines Vortrags „Vergütung und Anreizsysteme in der Mitarbeiterführung“ stellte Prof. Dr. Tobias Krohn die Frage: „Stimmt es wirklich, dass diese Anreizsysteme die Motivation erhöhen?“ Und welche Rolle spielt die Führungskraft? In einem kurzen Rundumschlag erläuterte Krohn die unterschiedlichen Motivationstheorien von Maslow und Herzberg. Dabei kristallisierte sich heraus, dass vor allem die soziale Komponente eine hohe motivierende Funktion darstellt, wie beispielsweise der Ruf des Unternehmens, die Bindung von erfolgskritischen Mitarbeitern und die Qualität der Kollegen. Im Weiteren definierte Krohn die Begriffe Leistung und Erfolg. „Leistung wird definiert als die das Unternehmen voranbringenden Ideen.“ Bei der Ideenfindung müssen alle Mitarbeiter ins Boot geholt werden, so Krohn, denn über Wertschätzung motiviert man seine Mitarbeiter. Motivationswirkung geschieht durch „Zielsetzung und den Willen des Teams, dieses Ziel zu erreichen.“ Und Führung ist nur dann gut und motivierend, wenn sie „klar, konsequent und wertschätzend“ ist.

Die Umsetzung und Einführung eines variablen Vergütungssystems in die Praxis erläuterte Peter Bender, Personalleiter der Schwäbisch Media, in seinem Referat „Personalentwicklungs-Management in mittelständischen Betrieben“. Der Schwäbische Verlag setzt heute viele Ressourcen für die Personalentwicklung ein. Früher, so Bender, wurde der beste Redakteur beispielsweise als Regionalleiter eingesetzt. „Man verlor einen guten Schreiberling und gewann eine schlechte Führungskraft.“ Heute besetzt der Verlag Führungspositionen mit Mitarbeitern, die ein internes Führungsnachwuchsprogramm durchlaufen haben.  Im Jahr 2002 (?) wurde das bislang verwendete Vergütungssystem – Grundgehalt plus Weihnachts- und Urlaubsgeld – in ein variables System umgewandelt. Heute bleibt das Grundgehalt bestehen, doch die variablen Vergütungen setzen sich nun aus drei unterschiedlichen Faktoren zusammen. Erstens wird eine Prämie anhand des Cashflows ermittelt. Im zweiten Schritt wird der Erfolg des Teams bewertet und zuletzt der Erfolg des einzelnen Mitarbeiters. Auf Fragen, ob die Mitarbeiter dieses System nicht als ungerecht empfänden, erklärte Bender, dass das Gegenteil der Fall ist. Die Mitarbeiter gehen heute viel bewusster mit firmeneigenen Ressourcen um, denn nur so steigern sie den Cashflow und bekommen schlussendlich mehr Gehalt.

Dieses System konnte nur durch die gute Kommunikation den positiven Einzug ins Unternehmen schaffen. „Personal ist wichtiger als Druckmaschinen.“ Diese Aussage wird beim Schwäbischen Verlag gelebt, denn die Personalentwicklung ist bei allen strategischen Gesprächen der Geschäftsleitung mit an Bord. Somit konnte sie den Mitarbeitern das neue System erklären und auch die auftauchenden Fragen und Ängste erläutern und ausmerzen.

Die Präsentation von Herrn Professor Krohn finden Sie hier.

 

Sonderveranstaltung der Maybach-Seminarreihe zum Thema „Neue Geschäftsmodelle und –prozesse mit M2M-Technologie“ am 6.11.13

Verbesserte Strukturabläufe dank Kommunikation von Machine-to-Machine

„Neue Geschäftsmodelle und –prozesse mit M2M-Technologie“: Dieses spannende Themenfeld beleuchteten drei Experten am 6. November 2013 bei der Sonderveranstaltung des Maybach-Seminars am Campus Fallenbrunnen der Dualen Hochschule Ravensburg.

Die Kommunikationsfähigkeit von Maschinen kann viele Vorteile bieten: Unter anderem lassen sich Service und Wartungskosten einsparen, wenn Maschinen aus der Ferne diagnostiziert werden. Die Qualität kann besser gewährleistet werden, wenn sich Maschinen frühzeitig bei Störungen bemerkbar machen. Zudem kann die Prozesseffizienz durch die Kommunikation der Maschinen untereinander erhöht werden. Joachim Dressler, Vorstandsmitglied des M2M Alliance e.V., eröffnete den Abend mit einem Überblicksvortrag zum Thema M2M. Das bekannteste Beispiel einer M2M-Verbindung stellt vermutlich das Flottenmanagement dar. Die Fahrzeuge einer Flotte werden mit einer On-Board-Unit ausgestattet, die beispielsweise die Fahrzeuggeschwindigkeit, die Motordrehzahl, die Kühlmitteltemperatur oder auch den Kraftstoffverbrauch an die Leitzentrale sendet. Jedoch können diese so genannten Telematiksysteme in jedem erdenkbaren Kontext eingesetzt werden. Von der Fahrzeugflotte über Geräte im Bergbau bis hin zur Kaffeemaschine. „Mittlerweile haben wir M2M überall,“ erklärte Dressler in seinem Referat.       

Von der „M2M aus Sicht eines Telekommunikationsanbieters“ berichtete Johannes Heidkamp, Mitarbeiter der Telekom Deutschland GmbH. Möchte ein Unternehmer seine Geräte bzw. Fahrzeuge mit einem M2M-System ausstatten, stellt sich oft die Frage, welchen Anbieter er für die Übertragung wählen soll. Die Telekom Deutschland GmbH entwickelt für ihre Kunden passgenaue Kommunikationskonzepte, um die Datenübertragung vor allem sicher zu gestalten. Das mobile Produkt IP VPN M2M ist nicht über das Internet erreichbar und schützt somit die hochsensiblen Firmendaten vor unberechtigtem Zugriff oder Missbrauch. Heidkamp betonte in seinem Vortrag, dass eine Ausstattung mit einem M2M-System eine „langfristige, technologische Bindung“ zwischen Kunden und Netzwerkbetreiber bedeutet.

Im letzten Referat erläuterte Thomas Piller, Geschäftsführer der Funkwerk Eurotelematik GmbH aus Ulm, die M2M-Kommunikation an einem Best-Practice-Beispiel. Bei der RWE AG im Tagebau Garzweiler werden Notstromaggregate mit angebauter Vulkanisiereinheit zur Reparatur beschädigter Förderbänder eingesetzt, deren Steuerung vollautomatisch erfolgt. Aufgrund von Personaloptimierungen soll der Vulkanisierprozess ebenfalls mannlos gefahren werden. Im Jahr werden ca. 250 Vulkanisierverbindungen durchgeführt. Bei ca. 80 dieser Verbindungen tritt ein Fehler auf. Wird eine Störung nicht rechtzeitig beseitigt, fallen durch den kompletten Neuaufbau der Verbindung und der daraus resultierenden Ausfallzeiten erhebliche Kosten an. Diese sollen in Zukunft verhindert werden, ohne dass der Vorgang durch ständig anwesende Personen überwacht werden muss. Zur Überprüfung wird nun ein Telematiksystem eingesetzt, dass die Zustands- und Prozessdaten der Vulkanisierungsanlage erfasst und an die verantwortlichen Stellen überträgt. Somit wird die Verfügbarkeit der Anlage erhöht, Fehlerkosten bei Störungen werden erheblich reduziert und die personellen Ressourcen zur Überwachung können eingespart werden. Zwar ist die Anschaffung einer solchen Anlage auf den ersten Blick teuer, jedoch rechnet sich das Investment in diesem Fall in weniger als einem Jahr.  

Man sollte meinen, dass M2M nur bei technologisch höchst fortgeschrittenen Maschinen eingesetzt werden kann, dem widerspricht Piller: „Auch archaische Technik kann mit M2M bestückt werden.“ Für die Zukunft plant die DHBW Ravensburg, zusammen mit dem Institut für Weiterbildung, Wissens- und Technologietransfer (IWT), eine lose Reihe zum vielfältigen Thema „M2M“ und möchte dabei alle Mitwirkenden an einem Tisch versammeln: die Forscher, die Netzbetreiber sowie die Hardware- und Systemanbieter.

 
Maybach-Seminar 8.10.13 "Mini-BHKW"

Gut besucht war das Maybach Seminar am Campus Friedrichshafen der Dualen Hochschule Ravensburg. Die fachkundige Diskussion am Ende des Vortrags zeigte, dass sich so mancher Häfler bereits ausgiebig mit dem Thema Mini-Blockheizkraftwerke beschäftigt hat.

Referent war Prof. Dr.-Ing. Martin Freitag. Der Leiter des Technikcampus Friedrichshafen der Dualen Hochschule Ravensburg beweist auch neben der Hochschule hartnäckige technische Leidenschaft. Seit zehn Jahren tüftelt er mit an einem Mini-Blockheizkraftwerk. Was der Haken bei dem inzwischen serienreifen Ergebnis ist, war Teil des Vortrags.

Aber von Beginn. Ausgangspunkt ist, dass durch die Umwandlung in Strom und Wärme rund 72 Prozent der Primärenergie flöten gehen. Blockheizkraftwerke dagegen produzieren die Energie für Heizung und Strom vor Ort und kommen daher mit einem Verlust von nur 13 Prozent aus. Bei größeren BHKWs sind die Verluste sogar noch geringer. Eine tolle Sache: Die ZF Friedrichshafen AG hat gerade ein BHKW eingeweiht, viele Städte heizen etwa ihre Schwimmbäder mit BHKWs. Da in Deutschland rund 25 Prozent der Energie von privaten Haushalten verbraucht wird, läge es nahe, sich eben ein Mini-BHKW in den Keller seines Einfamilienhäusles zu stellen. Wenn da nicht der eine oder andere Haken wäre. Größtes Problem: die kleinen Heimkraftwerke sind zu teuer. Zudem bräuchte man die Möglichkeit zum Speichern der Energie, denn im Haushalt variiert stark, wie viel Strom und Wärme jeweils gebraucht werden.

Und wie steht es um die erneuerbaren Energien, sind sie doch derzeit in aller Munde? Hier fehlt nach Ansicht von Prof. Freitag schlicht die Infrastruktur. „An den schnellen Bau einer Stromautobahn glaube ich nicht, siehe auch die B31. Wir müssen schon erst mal damit arbeiten, was da ist.“ Und das wären die Gasleitungen für das Befüttern der Blockheizkraftwerke.  All das bot – auch wenn die ultimative Lösung noch auf sich warten lässt – reichlich Stoff für Diskussionen.

 

Maybach-Seminar 11.06.13 Elektromobilität

Friedrichshafen – Elektromobilität lautete das Thema des vierten Maybach-Seminars am Technikcampus der DHBW Ravensburg in Friedrichshafen. Das Projekt EDI-Electric Drive and Infrastructure wurde von zwei Studenten des sechsten Semesters vorgestellt und Herr Professor Brath hat von der diesjährige e2rad-Tour nach Brüssel berichtet.

Eines der Projekte des EDI-Teams ist das Elektroauto EMIL. Dieses wurde von den Studenten konstruiert, gebaut und kontinuierlich verbessert. Ziel ist die Zulassung durch den TÜV und die daraus resultierende Straßentauglichkeit. Das Auto verfügt über eine Maximalgeschwindigkeit von 48 km/h und hat eine Reichweite von ca. 10 km. Die Batterie des Fahrzeugs wird übrigens direkt durch Sonnenkraft aus der Solartankstelle der Dualen Hochschule gespeist.

Ziel des e2rad-Teams ist es, das Elektroradeln populär zu machen. Sie wollen auf das Potential von Pedelecs hinweisen, u.a. darauf, dass diese das Zeug haben so manche Fahrt mit dem Auto zu ersetzen. Aufmerksam machten sie darauf in den vergangenen Jahren unter anderem mit Elektroradtouren quer durch Deutschland, über die Alpen und jüngst durch sechs Länder Europas bis nach Brüssel.

 

Maybach-Seminar 14.05.13 KMU und der Automotive-Markt

Innovation als Erfolgsrezept - Wie kann sich ein Zulieferer der Automobilbranche erfolgreich am Markt behaupten? Man muss in den drei Feldern Kosten, Innovation und Qualität stets die Nase vorn haben, meint Kurt Peter von der LICOS Tucktec GmbH Markdorf, der dieser Frage beim Maybach Seminar am Technikcampus Friedrichshafen der Dualen Hochschule Ravensburg nachspürte.

Mit rund 50 Mitarbeitern beliefert die Markdorfer Firma LICOS Tucktec GmbH Lkw-Hersteller wie Daimler und Volvo unter anderem mit Kupplungen für Nebenaggregate. 14 Millionen Euro Umsatz machen die Markdorfer mit diesen „sehr spezialisierten“ Produkten, wie Kurt Peter, Vertriebs- und Marketingleiter, beim Maybach Seminar an der Dualen Hochschule erläuterte. Ein Erfolg, der nicht selbstverständlich ist. „López-Effekt“ nennt man seit dem Wirken des damaligen VW-Managers den zunehmenden Druck auf die Lieferanten der Automobilbranche, was für viele dieser Firmen das Aus bedeutete.

Wie also standhalten im Karpfenteich, wenn der Hecht die Bedingungen diktiert? „Innovation ist die beste Chance des Mittelstandes, Nachteile gegenüber den Großkonzernen auszugleichen“, lautete das Fazit von Kurt Peter bei der Vorstellung des Geschäftsmodells der Markdorfer Firma. Kein einfaches Unterfangen: „Innovation ist mühsam, es muss uns dauernd etwas einfallen.“ Zum Glück tut es dies, der Innovationspreis des Landes Baden-Württemberg für den jüngsten „Einfall“, eine geschaltete Wasserpumpe, belegt es. Die Idee ist einfach, unwiderstehlich gut und ist mit „einfach mal abschalten“ gut umschrieben. Auf der Suche nach weiteren Möglichkeiten, Sprit zu sparen, haben die Markdorfer eine Kupplung für Wasserpumpen ausgetüftelt, die sich je nach Bedarf zu- und abschalten lässt. Das spart ein Prozent Kraftstoff und wird daher von Lkw-Herstellern genauso wie von deren  Kunden mit Handkuss genommen. 

Verlängerung der Technologiestufen, Konzentration auf den europäischen Markt, Fokussierung auf einzelne innovative Produkte: Das Geschäftsmodell von LICOS hat noch viele zusätzliche Facetten. Alles in allem hat der Automobilzulieferer damit seit 15 Jahren die Felder Kosten, Innovation und Qualität bestens im Griff.

 

 

Maybach-Seminar 09.04.13: Ideen- und Innovationsmanagement als Schlüsselfaktor des wirtschaftlichen Erfolges

Das zweite Maybach-Seminar hat sich mit dem Thema Ideen- und Innovationsmanagement als Schlüsselfaktor des wirtschaftlichen Erfolges befasst. Rund 40 Gäste kamen, um sich Frau Fritz`,Volksbank Ludwigsburg eG, Meinung und Ihre Umfargeergenbisse anzuhören, sowie diese zu diskutieren.

Im Rahmen Ihrer Master-Thesis, an der Donau-Universität Krems, hat Frau Fritz Experteninterviews und eine Befragung von über 100 Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größen durchgeführt. Dadurch hat Sie einen umfassenden Einblick ins und viele Erkenntnisse aus dem Ideen- und Innovationsmanagement dieser Unternehmen erhalten.

Als Fazit des Abends kann gesagt werden, dass Ideen und Innovationen immer mehr zum zentralen wirtschaftlichen Vorteil im internationalen Wettbewerb werden und dadurch ein professionelles Management dieser eine steigende Wichtigkeit erhält.

 

Maybach-Seminar 12.03.13: Die digitale Öffentlichkeit – Chancen und Risiken

Den Seminarreihen-Auftakt hat Thomas Mavridis von „DIE PR-KANZLEI“, gemacht. Mavridis lehrt im Bereich Marketing/PR an der Dualen Hochschule. Er beleuchtete die Chancen und Risiken der digitalen Öffentlichkeit. Keine Frage, liegen Plattformen wie Facebook oder Xing derzeit im Trend und versprechen viel Aufmerksamkeit. Was aber sind die Risiken? Mit welchen Inhalten sollten etwa Unternehmen online gehen und mit welchen nicht?

In punkto Internet und sozialen Medien hielt es Herr Mavridis mit Bert Brecht: "Den Vorhang auf und alle Fragen offen." Denn allgemeine Aussagen und Lösungen gibt es in der digitalen Öffentlichkeit nicht. Genauso wie sich viele Chancen bieten, können sich auch viele Stolperfallen auftun. Daher plädiert er für einen vernünftigen und bewussten Umgang mit dem Internet.